Die Elbe.
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trotz aller Vorsicht hereinbrach, hat er wacker Trotz bieten helfen. Da erstarktemächtig seine Manneskrast in dem Kampf mit den Gewalten der Natur.Oft ritt er meilenweit auf die Dcichschau hinaus oder er überzeugte sich auchin der unmittelbaren Nähe des Ortes von der Thätigkeit der zum Deichschutzund Deichbau verpflichteten Dorfbewohner. Bei einer solchen Gelegenheit sah ersich einst durch das plötzlich ihn umspülende Wasser am Weiterschreitcn ver-hindert, so daß der Bauer Pütsch seinen 182 Pfund wiegenden Gutsherrnauf seinen kräftigen Schultern an's trockene Land zurücktrug.
In sehr trockenen Sommern (1819, 1822, 1842, 1865) verringert sichder Wasserstand nicht selten so sehr, daß ein äußerst geringes Fahrwasserbleiben und die Schifffahrt in Frage bringen würde, wenn nicht die seiteinigen Jahrzehnten angelegten Buhnen eine Vertiefung des Flußbettes in-mitten des Stromes erzielten. Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges gingein Theil von Gustav Adolfs Armee beim Tangermünder Weinberg, am22. Juli 1631, durch den flachen Strom hindurch.
Wie die Elbe in dem jahrhunderte-langen Ringen des Germanen- undChristcnthums mit dem Slaven- undHeidenthum um die Oberhandals die natürliche Grenzbefesti-gung des Elb-Havel-Winkelsfür die heidnischenBewohner slavi-schen Stammes ge-gen die vom Westenher mächtig' vor-
Taugcnniinder Stadtmauer (am Tauger adwiirts). , . , ^
dringende christlich-
germanische Kultur galt, so bildete sie nach dem Frieden von Tilsit noch ein-mal eine Grenze zwischen dem angestammten Mutterland und dem durchBonapartes Willkür aus dem Erdboden gestampften Königreich Westfalen.Heute wird der Strom, auf welchem hellfarbige Wimpel an hoher Mastesspitzeund keuchende Dampfer von der Betriebsamkeit einer schifffahrttrcibenden Be-völkerung Zeugniß ablegen, von den gewaltigen Bogen der Bcrlin-Lehrtcr-Eiscnbahnbrückc überspannt.