Druckschrift 
Geschichte der Freiherrn von Regensberg : Ein Beitr. z. zürcherischen Landesgeschichte
Entstehung
Seite
90
Einzelbild herunterladen
 

90

und die von Zürich mit ihm vor Utzenberg und lagen vor derselbenbürg ein jar und ward die selbe veste gewunnen anno dei 1267 an demniinden tag abereilen und darnach für sich ward es von den von Zürichzerbrochen, wann es was ein röbhus.

Anno dei 1268 jar do fuor der vorgenent küng und die vonZürich für Kiisnach die bürg an dem Zürichsee und gewunnen die undbrachent sie und beschach dis an sant Urbans tag in dem vorgenenn-ten jare.

Desselben jares, do zoch der vorgenent küng und die von Zürichund ir helffer für Glantzenberg und für Uetliburg und gewunnen Uetli-burg voran und darnach Glantzenberg und zerbrachen sy beide undbeschach das in dem ersten herbstmonad und da kam der her vonRegensperg und ergab sich an die von Zürich.

Dieser Bericht Gloggners unterscheidet sich zunächst durch seineSchlichtheit vorteilhaft von den anekdotenhaften Erzählungen spätererChronisten. Brennwald und nach ihm Bullinger, Stumpf, Tschudi undandere *) teilen den Regensbergern eine ganze Anzahl von Verbündetenzu, so die Grafen von Kiburg, Rapperswil, Toggenburg, Nidau, Aarberg,die Herren von Eschenbach, Ringgenberg, Kilchberg, Balm, Hombergund Wart. Doch ist die Sache sehr unwahrscheinlich. Einzig istanzunehmen, dass zwischen den Toggenburgern und den Regensbergernnähere Beziehungen bestanden 2 ), die auch schon durch ihre Verwandt-schaft 3 ) sich ergeben mochten. Den Grafen von Rapperswil dagegenkonnte es ja nur recht sein, wenn die in ihrer Nähe regierendenRivalen von Rudolf etwas gedemütigt wurden. Und gar die andernNamen sind sicherlich ganz willkürlich von dem es mit der Wahrheitnicht genau nehmenden Brennwald herbeigezogen worden.

Für die Glaubwürdigkeit von Gloggners Bericht mag auchsprechen, dass die Absendung einer zürcherischen Gesandtschaft einigeWahrscheinlichkeit durch den Umstand gewinnt, dass eine Urkundevom März 1265 als Zürcherräte die gleichen Namen anführt, die ein

') Vergl. P. Schweizer, Die Anfänge d. ziirch. Politik in: Ziircher-tasclienbuch 1888, und die dort angeführten Manuscripte der Zürcher-Stadt-bibliothek.

! ) Wie auch Gloggner durch seine Notiz betr. Utznach andeutet.

"J 1270 wird Liitold senior, Zeuge in einer Urk. der Grafen Friedrichund Willielm von Toggenburg, ausdrücklich als deren Verwandter bezeichnet(Urk. Spitalarch. Zürich).