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Geschichte der Freiherrn von Regensberg : Ein Beitr. z. zürcherischen Landesgeschichte
Entstehung
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I. Teil.

Bis zur Trennung des Geschlechts in Alt- und Neu-Regensberg,

Zwischen den beiden zürcherischen Dörfern Regensdorf und Affoltern,etwas nördlich von der sie verbindenden Hauptstrasse, ragen auf einemkleinen, heute mit Reben bewachsenen Hügel die Trümmer einer altenBurg hervor: Es ist die Ruine von Alt-Regensberg, dem Stammsitzeder einst mächtigen, hochangesehenen Edeln von Regensberg. Ueberdie Zeit, da die Burg erbaut worden, giebt uns keine NachrichtKunde '); sie überdauerte ihre ursprünglichen Besitzer um mehrereJahrhunderte, bis sie endlich als Eigentum der Stadt Zürich zerfallen ist.

Doch hat uns noch ein anderer Sitz der einstigen Freiherrn vonRegensberg die Erinnerung an ihren Namen bis heute erhalten: Es istdas Schloss und Städtchen Neu-Regensberg, an der östlichen Abdachungder Lägern oberhalb Dielsdorf gelegen. Während die alte Burg, mehrversteckt, den Eingang zum Thale von Regensdorf und zugleich dennächsten Weg von Zürich zum Wehntale und nach Kaiserstuhl amRheine dominierte, leuchtete die neue Burg vor der Mitte desXIII. Jahrhunderts erbaut und, als sich das Geschlecht in zwei Zweigegetrennt, der jüngern Linie zustehend weit ins Land hinaus undbeherrschte den Eingang des Wehntales. Zugleich hatte der Platzeinen andern wichtigen Vorteil: Von hier aus konnten die Freiherrnbeinahe ihr ganzes Gebiet überblicken. So sahen sie bis zum Rheinehinüber, das Wehntal hinab, gegen Alt-Regensberg hin, auf ihre Be-sitzungen östlich des Zürichberges, ebenso auf ihre Güter am Zürichseeund hätten also keinen bessern Platz für ihren Wohnsitz auswählen

*) Die Burg gehört zu den ältesten und interessantesten derartigenAnlagen in der Schweiz. Nach einer gütigen Mitteilung von Herrn Dr. Zeller-Werdmiiller.