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Geschichte der Freiherrn von Regensberg : Ein Beitr. z. zürcherischen Landesgeschichte
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pfänden wolle 1 ). Und nur eine Woche später am 23. Oktobergeloben sich die beiden feierlich und schwören bei den Heiligen, SchlossBalbe sammt aller Zubehör niemals zu verkaufen noch aus den Händenzu geben 2 ).

Bald darauf, 1311, entstand zwischen den neuen Bewohnern derBurg und dem Kloster Rheinau Streit wegen der Fischenzen im Rheine,welche Lütold »von dem Volkenbache unz an den Werth« bis in dieMitte des Stromes beanspruchte; erst am 3. Oktober 1319 wurde erdurch einen Richterspruch des Schultheissen Konrad von Baden mitseinem Ansinnen völlig abgewiesen 3 ).

Mehrere Jahre hindurch hören wir nun nichts mehr von demHause Neu-Regensberg. Erst 1314 taucht Lütold wieder einmal auf,diesmal auf seiner Feste Balm weilend. In der Zwischenzeit war seineMutter Adelheid gestorben 4 ), sff dass er jetzt allein und unabhängigschalten konnte. Am 21. Januar 1314 gestattete er nun Beringervon Windegg, dass dieser die Vogtei von Tegiswil, die er von Lütoldzu Lehen hatte, für den Fall, dass er ohne Erben stürbe, an HerrnRudolf, den Meier der neuen Regensberg, und dessen Sohn Johannesübertrage 5 ).

Von Balm aus schreibt er am 11. März 1314 an die Schwyzerum Freilassung seines Sohnes Johann, den jene gefangen genommenhatten 6 ).

Bald darauf war der Freiherr wieder in Zürich, wo er den Minne-sänger Jakob von Wart, den Bruder des so elendiglich hingerichtetenRudolf von Wart, traf. Bei Zeiten noch hatte sich Lütold von derSache der Königsmörder getrennt. Die Feste Schnabelburg, wo erseinem Verwandten Walter von Eschenbach anfangs beigestanden, wardurch Herzog Leopold zerstört worden; Walter hatte sich in die Fremde

') Habsburg. Reg. Nr. 275.

2 ) Herrg., Gen. Il,ix, Nr. 711.

a ) Zapf, anecd., pag. 410 und 499.

*) Zum letzten Mal erscheint sie urkundlich 1311 (vide Anmerk. 3).Am 27. Oktober 1310 war sie noch mit einer Bitte für einige ihrer neuenUntertanen vor ihren Verwandten, den Grafen Rudolf getreten, der, ihrwillfahrend, gestattete, dass die Töchter von Johann dem Chuderer ihremVater in den Mannlehen, die er in der Gegend von Balm von Rudolf hatte,gleich wie Söhne nachfolgen sollten (Herrg., Gen. II,n, Nr. 712).

s ) Urk. d. antiquar. Ges. Zeh., P. 592.

°j Oechsli, Reg. Nr. 530. (Vgl. pag. 84.)

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