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Geschichte der Freiherrn von Regensberg : Ein Beitr. z. zürcherischen Landesgeschichte
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geflüchtet. Auch die Burg Wart hei Winterthur, der Sitz HerrnRudolfs von Wart, war durch die grausamen Vollstrecker der Königs-rache den Flammen preisgegeben worden und sogar das Schloss vonRudolfs Bruder Jakob von Wart, das bei Pfungen stand, wurde zer-stört, obschon der Besitzer nicht im geringsten am Morde beteiligtgewesen. Die Güter derer von Wart in der Umgegend ihrer Schlösserkamen ans Kloster Töss, Jakob sah sich seines frühem Wohlstandesberaubt. Doch waren ihm die Lehen, die ihm König Heinrich VII.bei seiner Anwesenheit in Zürich im Frühjahr 1809 oder 1310 verliehen hatte, geblieben, und diese hielt er noch fest. So stellteer am 16. Februar 1314 zu Zürich eine Urkunde ') aus, worin ereidlich bekannte, dass er den Kirchensatz zu Möhlin (östlich von Rhein-felden) und andere Lehen von Heinrich VII. empfangen habe. AlsZeugen, der sowohl bei jener Verleihung wie auch jetzt zugegengewesen sei, führte er besonders auch den Freiherrn Lütold von Regens-berg an, der auch sein eigenes Siegel an den betreffenden Brief hieng.

Die folgenden Jahre verlebte Lütold wieder auf seinem SchlosseBalm 2 ). Dort verkaufte er am 10. April 1317 an den BurggrafenFriedrich von Nürnberg seine Helmzierat, das Brackenhaupt, um36 Mark Silbers; dabei wurde festgesetzt, dass dasselbe von niemanden,denn von dem Käufer und dem Verkäufer und ihren beidseitigen Erben,sowie von Lütolds Verwandten Diethelm von Krenkingen, so lange erlebe, geführt werden dürfe. Diese Uebereinkunft wurde am 9. Sep-tember desselben Jahres noch dahin ergänzt, dass Lütold dem Burg-grafen gestattete, den erworbenen Helmschmuck überall zu führen, »alsob er selber zugegen wäre, wie er selbst ihn auf Heerfahrten, Reisenund Turnir, zum Ernst und zum Schimpfe, lange Zeit unansprächiggeführt habe.« 3 ). Was der Grund war, dass Burggraf Friedrich dieseZierat ankaufte, wissen wir nicht und fällt für uns auch nicht weiterin Betracht 4 ). Hingegen zeigen uns diese Verhandlungen, dass Lütoldschon weit herabgekommen sein musste, da er das Zeichen, das seine

') Cop. Buch Beuggen, fol. 117 b ff.

") Am 7. März 1317 z. B. veräussert er daselbst dem Johanniterhausezu Klingnau einige Eigeuleute um 4 Pfund Baslergewichts (St. Arcb. Aarau,Leuggern Nr. 85).

3 ) Deutscher Herold III, Jahrg. 1872, Nr. 1.

') Siehe hierzu die Bemerkungen G. Seylers in der in Anmerkung 3angeführten Zeitschrift.