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Geschichte der Freiherrn von Regensberg : Ein Beitr. z. zürcherischen Landesgeschichte
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auch Lütold fand sich in dessen Umgebung ein 1 ), wie uns bezeugt ist.Denn als der König an Jakob von Wart, den Bruder des Königs-mörders, etliche Lehen verlieh, war Lütold als Zeuge dabei 2 ).

Mitte Oktobers 1309 gab er an die Fraumünsterabtei sein Eigen,genannt das obere Lehen zu Kiiti auf dem Berge, auf, das nun Rudolfdem Meier von Birchrüti um 1 Pfennig als Erbe verliehen wurde 8 ).

Dann kam wieder eine grössere Veräusserung; mit seiner Muttertrat Lütold am 6. Februar 1310 um 451 Mark Silber an das CapitelConstanz ab *): seinen Hof zu Niederweningen sammt dem dazu gehöri-gen Patronatsrecht, eine Schuppos daselbst genannt zur Linden, seinenHof Schweigstatt, seine Yogtei zu Schöfflisdorf, ferner jegliche Gerichts-barkeit zu Niederweningen und die dortige Kirchenvogtei. Dazu gabenausser seiner Mutter Adelheid auch seine beiden jüngern Söhne Ulrichund Walter, sowie seine Tochter Adelheid ihre Zustimmung 5 ); aufihre Bitte bestätigten sowohl Graf Rudolf von Habsburg (Graf Rudolfdes Stillen Sohnssohn) wie auch Rat und Bürgerschaft zu Zürich denwichtigen Verkauf. An den hier anwesenden Grafen Rudolf hatte derFreiherr noch eine Schuld abzubezahlen, wozu ihm die Kaufsumme,die er von Constanz nur in bestimmten Raten erhielt, die Möglichkeitbot. Das Kapitel händigte denn auch dem Grafen die betreffendeSumme direkt aus, wofür Wittwe Adelheid und ihr Sohn am 8. April1310 eine Quittung nach Constanz sandten. Den Empfang der voll-ständigen Kaufsumme, zu der noch fünf Mark für eine Hofstatt undeine Taverne zu Niederweningen 6 ) kamen, bezeugten die beiden erstam 16. Februar 1311 vom Schlosse Balm aus 7 ), wo sie seit dem Früh-jahr des vorhergehenden Jahres wohnten. Diesen Sitz nämlich, den

') Cop. Buch Beuggen, fol. 117 b ff.

2 ) Ich nehme hierfür den ersten Aufenthalt Heinrichs in Zürich an,da Lütold während des zweiten vom Frühjahre 1310 in Constanz weilte.

3 ) Fraumünster-Urb. II, 97.

4 ) St. Arcli. Zell., Constanzeramt Nr. 111b.

B ) Des ältesten Sohnes Lütold (IX.) wird auffallenderweise gar keineErwähnung getan.

6 ) Diese beiden Güter hatten bisher ein Streitobjekt zwischen Lütoldund den Schwestern im Selnau gebildet, waren dann aber am 5. Januar1311 von jenen auf Liitolds Bitte an Constanz aufgegeben worden. (St. Arch.Zeh., Constanzeramt Nr. 120.)

7 ) St. Arch. Zeh., Constanzeramt Nr. 122.