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Geschichte der Freiherrn von Regensberg : Ein Beitr. z. zürcherischen Landesgeschichte
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die Feste Neu-ßegensberg, die in jener Gegend einen festen Stützpunktgewährte. Im Jahre 1297 kam nun Liitold wohl auf Ansuchender ihm befreundeten Bürger dazu, ihnen dieselbe in einem Bünd-nisvertrage zur Verfügung zu stellen 1 ). Dieser Vertrag, am 31. Januarvorläufig für ein Jahr abgeschlossen, bestimmte, dass Lütold mit Leibund Gut den Zürchern nicht nur nirgends feindlich entgegentreten,sondern auch seine Burg Neu-ßegensberg 2 ) ihnen stets offen haltenwolle, falls sie oder ihre Leute dorthin flöhen oder gejagt werden soll-ten. Für den Fall, dass von Lütolds Leuten gegen die Zürcher oderumgekehrt ein Frevel begangen werden sollte, hat jeder Teil einenMann zum Schiedsgerichte zu bestimmen, Obmann desselben aber sollLütolds Verwandter, Graf Friedrich der Aeltere von Toggenburg, oderHerr Jakob von Wart sein. An den Spruch, der durch die Mehrheitder Schiedsleute dann gefällt wird, hat jede Partei sich zu halten. Dochnahm sich Lütold seine Verwandten, die Grafen von Toggenburg, Habs-burg und den Herrn von Eschenbach aus, mit der Bestimmung, dasser diesen in einem allfälligen Kriege mit Zürich helfen dürfe, falls sienicht etwa ein Anerbieten der Stadt, ihnen zu Becht zu stehen, abge-lehnt hätten. Die Stadt anderseits behielt sich gleicherweise vor denrömischen König und ihre Helfer, Herrn Hermann von Bonstetten denJüngern, die Herren von Landenberg, Hermann und Beringer, fernerßüdiger von Werdegg und Johannes von Willeberg. Dieses Bündniswurde zu Zürich abgeschlossen. Oh es später wieder erneuert wurde undob seine Bestimmungen je praktische Anwendung fanden, wissen wir nicht.

In der Folgezeit, wahrscheinlich anfangs 1300, verkaufte dannLütold an den Bischof Heinrich von Constanz die Vogtei zu Schneisingen,welche er als direktes ßeichslehen bisher innegehabt. Zu Ulm gaber sie in die Hände König Albrechts I. auf, der sie dort am 25. Januar1300 an Bischof Heinrich übertrug 3 ).

In dieses selbe Jahr fällt ein erbitterter Streit, den Lütoldmit den Verwandten seiner Mutter Adelheid, den Grafen von Pfirt,

*) St. Arch. Zell., Stadt und Landschaft, Nr. 1345 und Eidg. Absch. I,Reg., Nr. 62.

*) Fiissli (pag. 925) widerspricht sich liier selbst, indem er pag. 923angenommen, Neu-Regensberg sei anfangs der neunziger Jahre an Oester-reich verkauft worden, während er dasselbe jetzt richtig 1297 den Zürcherndurch Lütold zur Verfügung gestellt werden lässt.

') Mone, Z. f. G. d. Ob.-Rh. VII, pag. 483.