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Geschichte der Freiherrn von Regensberg : Ein Beitr. z. zürcherischen Landesgeschichte
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Seite
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Zürichs hatten ihn wohl häufiger beherbergt, denn seine Feste Regeus-berg. Indessen hatte er in diesen Jahren auch eine Gattin gefunden,Gertrud von Lupfen, die Tochter Herrn Eberhards, den wir 1268 aufNeu-Regensberg bei Ulrich angetroffen haben. Am 19. April 1284hatte Liitold sicli mit jener auf der Insel Mainau in Gegenwart zahl-reicher Adeliger, wie Graf Friedrichs von Toggenburg, Liitold VI 1. vonRegensberg, Rudolfs von Wädiswil, Rudolfs von Güttingen, Hermanusvon Bonnstetten, Ulrichs von Rüsegg etc. vermählt. Gertrud brachteihrem Gatten 200 Mark Aussteuer zu, wogegen er für sie die doppelteSumme als Wittum hinterlegte 1 ). Einige Jahre später fand er Ge-legenheit, der Stadt Zürich mit seinem Arme beizustehen. Da er dortseine Freunde hatte, unter denen er sich wohl fühlte, mit denen erFreude und Leid teilte, so ist es nicht zu verwundern, dass er imFrühjahr 1292, als die Bürger jener Stadt mit Heeresmacht auszogen,das österreichische Winterthur niederzuwerfen, sich seinen ritterlichenGenossen beigesellte, wie auch Graf Friedrich von Toggenburg mit inden Streit ritt 2 ). Doch missglückte bekanntermassen dieser VersuchZürichs; mit dessen Bürgern wurde auch der Herr von Regensberg indie Flucht geworfen. Nicht unwahrscheinlich ist es, dass er auch inder Folgezeit, als Zürich durch Herzog Albrecht von Oesterreich be-lagert wurde, seinen Freunden tatkräftig zur Seite stand; wenigstenstreffen wir ihn auch später noch in Zürich.

Wohl nur vorübergehend weilte er im Jahre 1297 wieder ein-mal auf Schloss Regensberg, wo er am 24. Mai der Veräusserungeiniger Güter, die sein Vetter Lütold VII. an Rüti abgetreten hatte,beistimmte 3 ) Mit Zürich war er zu Anfang desselben Jahres in nochengere Verbindung als bisher getreten, die für die Stadt trotz desNiedergangs von Lütolds Macht doch noch von grossem Nutzen war;besass doch der Freiherr immer noch verschiedene Burgen, die inKriegszeiten wertvoll sein konnten. So war für die Zürcher wichtig

') Füssli pag. 921 nach Dürstelers Geschlechterbuch.

") Kuchimeister, ed. Meyer von Knonau pag. 237 ff. Es ist allerdingsauch möglich, dass der hier genannte Regensberger der dem altern Zweigeangehörende Lütold VII. war, der in diesem Falle durch seine Verwandt-schaft mit Mangold v. Nellenburg, einem der rührigsten Glieder des anti-habsburgischen Bundes von 1291, sich zur Teilnahme an der Fehde veran-lasst gesehen hätte.

St. Arcli. Zeh., Diplom. Rüti, pag. 728.