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Geschichte der Freiherrn von Regensberg : Ein Beitr. z. zürcherischen Landesgeschichte
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das Vertrauen Lütolds in hohem Maasse, so dass dieser jenen auch ineiner Geschäftssache als unparteischen Dritten bezeichnete. Im Mai1291 treffen wir nämlich Liitold mit seiner Mutter Adelheid in Zürich *).Nachdem diese sich für ihre Angelegenheiten einen Vogt in der Persondes Freien Ulrich von ßüssegg gewählt, gab sie am 25. Mai vor demdamaligen Schultheissen der Stadt, Johannes Biber, ihr Leibgedinge,den Hof von Oberweningen, an ihren Sohn Lütold auf. Dafür trat ihrdieser am folgenden Tage seinen Hof zu Niederweningen, wozu derKirchensatz zu Weningen gehörte, sammt allen Rechten und Gerichts-barkeiten ab, aber nicht ohne eine Anzahl Vorbehalte zu machen: FrauAdelheid sollte den betreffenden Hof besitzen von Pfingsten an ein Jahrlang, doch ohne denselben zu verschlechtern. Will Lütold innert dieserFrist den Hof zu Nieder-Weningen um 300 Mark Silber zurückkaufen,so muss ihn jene ohne Widerrede herausgeben. Dieses Geld nun solldem Abte von Wettingen übergeben werden, bis daraus Güter imWerte von 350 Mark Silber angekauft und 50 Mark zu beliebigerwohlthätiger Verwendung Adelheids vorhanden sind; jene Güter abersollen Lütold's Eigen und Frau Adelheid's Leibgedinge sein. Istaber der Freiherr nicht im Stande, innert jener Frist den Hof wiederauszulösen, so mag ihn jene so teuer als möglich verkaufen; vomErlöse sollen dann 300 Mark dem Abte zu Wettingen gegeben werden,der damit verfahren wird, wie oben schon gesagt; der Rest aber sollLütold oder seinen Erben zufallen. Sobald das betreffende Geld anden Abt von Wettingen gelangt ist, soll Adelheid all' ihr Leibgedingean Lütold aufgeben. Würde aber der Fall eintreten, dass sie vorEmpfang jener Summe sterben sollte, so verspricht Lütold, zu ihremund ihres Gatten Heil 50 Mark zu verwenden. Zu all' diesen Be-stimmungen gab Adelheid ihre Einwilligung.

Der Gütertausch hatte seinen bestimmten Zweck gehabt. Lütoldbefand sich, wie er selbst offen gesteht, in grosser Geldnot und hattenun für den Hof Oberweningen einen Kaufliebhaber gefunden. Nach-dem Wittwe Adelheid ihre Rechte an genanntem Hofe aufgegeben,veräusserte ihn Lütold um 72 Mark Silbers an das Kloster St. Blasien 2 ),wobei Berchtold von Stampfeubach, als Vertreter des Gotteshauses, ihn

') St. Arcli. Zell., Constanz Nr. 111.) St. Arch. Zeh., Constanz Nr. 1009.