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Geschichte der Freiherrn von Regensberg : Ein Beitr. z. zürcherischen Landesgeschichte
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In bestem Ansehen stand Ulrich von Regensberg bei den ihmverwandten Grafen von Toggenburg. So riefen ihn Graf Friedrich unddessen Neffe Diethelm, Sohn des verstorbenen Kraft, als Schiedsrichteran, als sie ihre Güter teilten. In dieser Eigenschaft finden wir ihnam 2. April 1275 handeln : ).

Ulrich muss vor dem 28. Juli 1281 gestorben sein 2 ). Er hinter-liess eine Wittwe, Adelheid, eine geborene Gräfin von Pfirt, die unsin der Folgezeit noch mehrfach beschäftigen wird, sowie einen einzigenStfhn Lütold, der das Haus Neu-Regensberg weiter führte.

Lütold VIII.

Zum ersten Male begegnet uns Lütold VIII. im Jahre 1280, woer mit den Söhnen seines Oheims Lütold VI. als Zeuge seines NachbarnUlrich von Bremgarten auftritt 3 ). Durch den in diesen Jahren erfolgtenTod seines Vaters frühzeitig selbständig geworden, trat er nun dasBesitztum Ulrichs an, das dieser noch ordentlich beisammenhalten, jadurch Erwerbungen wie den Hof zu Dielsdorf, noch hatte erweiternkönnen; der Sohn, jung und unerfahren, war dies nicht mehr im Stande;unter ihm schwand ein Gut um das andere dahin. Die Ursachenhievon sind nicht weit zu suchen. Lütold fühlte sich, im Gegensatzezu seinem Vater Ulrich, mehr von den friedlichen Beschäftigungen, vonLied und Minnegesang, angezogen, denn von dem kriegerischen, ritter-lichen Treiben. So weilte er oft in der Stadt Zürich, wo er in demKreise, der sich um Ritter Rüdiger Maness gebildet, ein angesehenerund beliebter Gast war. Da war er auch dabei, als jene Sangesfreundeihr neckisches Spiel mit dem jugendlichen Dichter Hadlaub trieben;

0 Urk. Ant. Sammig. und Scheuchzer C. D. 656 a.a ) Am 28. Juli 1281 nennt sich sein Sohn Lütoldfilius quondam Ulricide Regensperg" und einige Tage später, am 3. August, seine Gemahlin Adel-heidWittwe von Ulrich sei. von Regensberg" (siehe St. Arch. Zeh., Oeten-bach Nr. 36, resp. St. Arch. Zeh., Constanz Nr. 1002).

s ) 1280. Ulrich von Bremgarten, Freie, schenkt zu seinem Seelenheildem Johonniterhause Buchsee fünf Schupposen daselbst, genannt Egelsee.Zeugen u. a.: dominus Lutoldus nobilis de Regensberg et filii patruelis eius-dem (Fontes rer. Bern. III., pag, 274). Der erstgenannte Lütold kann nurLütold VIII. sein; denn in Bezug auf Lütold VII. könnte man nicht vondenSöhnen" seines Oheims reden, da nur ein solcher vorhanden war. Viel-leicht war Freiherr Ulrich, da seiner hier gar nicht gedacht wird, damalsschon gestorben.