der nennt einmal den Freiherrn seinen besonderen Gönner, »einenfrommen, edeln, hohen Mann« x ). — So mochte Lütold sich mehr mitsolchen Liebhabereien abgeben, als die Verwaltung seiner Güter gutbesorgen, während doch anderseits sein Leben in der Gesellschaft derreichen Freunde beträchtlichen Aufwand forderte. Das musste denFreiherrn veranlassen, nach und nach seine Besitzungen zu Geld zumachen. Durch seinen Aufenthalt in Zürich kam er mit den dortigengeistlichen Stiftern in nähere Verbindung, die nun mit Freuden dieGelegenheit ergriffen, um billigen Preis die schönen Güter des Frei-herrn in ihre Hände zu bringen.
So veräusserte mit seiner und seines Oheims Lütold Zustimmungseine Mutter Adelheid am 3. August 1281 ihren Hof Fisibach 2 ), densie von Ulrich als Morgengabe erhalten, mit Ausnahme von Twingund Bann an den sankt-blasischen Amtmann Berchtold von Stampfen-bach für 32 Mark Silbers, wobei die beiden Lütold ihre Siegel an dieUrkunde hängten.
An das Kloster Oetenbach hatte der jüngere Freiherr schon am28. Juli 1281 seinen Hof zu Weiach sammt Vogtei und aller Zugehörabgetreten 3 ). Doch war dies nur die Einleitung zu einem viel um-fassenderen Verkaufe, den Lütold im folgenden Jahre an dasselbe Gottes-haus vornahm. Am 25. Oktober 1282 veräusserte er zu Feldbach(Pf. Hombrechtikon) in Gegenwart seiner Mutter Adelheid und derenVogtes, Lütold VI. von Alt-Begensberg, an das Kloster Oetenbachfolgende Besitzungen 4 ): Den Hof in Ehrendingen sammt einem Grund-
') Siehe Karl Bartsch, Schweiz. Minnesänger, pag. 288 (in Biblioth.ält. Schriftwerke d. Schweiz). Rüdiger Manesse u. a. Zürcher-Ritter sindoft Zeugen in Urkunden Liitolds, vide z. B.: St. Arch. Zeh., Oetenbach 96.St. Arch. Zeh., Propstei 64.
') St. Arch. Zeh., Constanzer-Amt 1002. Vgl. dazu ferner: Lufinger-urbar (Mone, Z. f. G. d. Ob.-Rh. V, pag. 119): Der Meierhof ze Fisibachhat dru huser und drije hofstett, die an einander gelegen sint, gilt jerlich11 stuck an kernen und roggen, 3 malter habern, 2 swin, der jedweders10 Schilling gilt, 4 herbsthiiener und 100 eiger. Den buwent nu B. Müslins,L. Mumli und J. der Meier. Derselbe war nach Abt Caspar das Widemgutder Wittwe Ulrichs v. Regensberg gewesen, von ihr 1282 an den stampfen-bachschen Amtmann Berchtold um 32 Mark S. und von diesem 1302 um44 Mark an das sankt-blas. Stift Zürich verkauft worden.
') St. Arch. Zeh., Oetenbach 96.
*J Neugart II, Nr. 1030.