Graf Rudolf und ebenso auch mit Zürich, dessen Grossmünsterstift zu-weilen in geschäftlichen Angelegenheiten mit ihm verkehrte 1 ).
Auch das Kloster Wettingen, das der Freiherr sich früher unter-tänig gemacht, genoss jetzt seine Gunst 2 ). Die alten Familien-beziehungen zu St. Gallen pflegte auch Ulrich weiter. Nachdem ihmschon Abt Berchtold 1269 einen Dienst geleistet 3 ), verpfändete ihmnun am 5. Mai 1276 Abt Ulrich, derselbe, der die Herrschaft Grüningenin Folge finanzieller Not an König Kudolf verkauft hatte, wohl ausdemselben Grande für 60 Mark den Hof Dielsdorf, mit Ausnahme desPatronatsrechtes 4 ). Freiherr Ulrich forderte aber bei Antritt dieserErwerbung gute Bürgschaft, da er das Kloster nicht in bestem Zustandesah. So stellte denn nicht Abt Ulrich selbst, sondern der Edle Kunovon Teuffen die betreffende Urkunde aus und bezeichnete sowohl sichselbst, wie seine Söhne Diethelm und Kuno und andere als Bürgen.Sie alle versprachen, den abgeschlossenen Vertrag durchführen zu wollen,falls etwa Abt Ulrich vom Papste abgesetzt oder sterben würde.
*) Vergl. z. B. pag. 61, Anmerk. 5. Ferner verkaufte Ulrich am24. April 1273 ein Haus an der Kirchgasse, das er von Johannes Wello er-handelt, an das Chorherrnstift (St. Arch. Zeh., Propstei 47). — Endlichschenkte sein treuer Vasall, Ritter Conrad der Aeltere von Steinmaur, aufUlrichs Wunsch wohl und mit dessen Genehmigung, am 12. Juli 1277 seineGüter in Hozental bei Fisibach an Propst und Capitel Zürich. An die Ver-gabungsurkunde hängte Ulrich sein eigenes Sigel zur Bekräftigung. (St. Arch.Zeh. Prop.)
Ebenso trat der Freiherr mit einem andern geistlichen Hause zu Zürich,dem der Schwestern von Constanz, in Beziehung, indem er diesen 1277Güter zu Watt in der Nähe von Alt-Regensberg für 15 Mark verkaufte.Seine Gattin Adelheid, deren Leibgedinge dies gewesen, gab ihre Rechtedaran auf (Spitalarch. Zürich).
3 ) 1276 willigt Ulrich in den Verkauf von Schuppissen zu Dielsdorfdurch Hörige an Wettingen (Kurz & Weissenb., Beitr. I, 589). — 1276, Jan. 18.,übergibt er die Vogtei über eine Schuppos, welche sein Untertan Johann,genannt der Swager, und Ulrich und Heinrich, dessen Brüder, an Wettingengeschenkt, völlig an dasselbe Kloster (Kopp, II, 360 n. 3).
3 ) Ulrich trug von St. Gallen etliche Güter zu Coblenz zu Lehen,die er gerne der Commende Klingnau als Erblehen abgetreten hätte. Aufseine Verwendung hin gestattete ihm Abt Berchtold unterm 18. Februar1269 diese Uebertragung, behielt sich jedoch jährlich ein Pfund Wachs da-von vor (Mone, Ob.-Rhein. Zeitschr., I, pag. 464).
4 ) Z. U. B. III, Nr. 1004.