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Geschichte der Freiherrn von Regensberg : Ein Beitr. z. zürcherischen Landesgeschichte
Entstehung
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Lütold Ende September 1275 sammt seinem Bruder Diethelm Zeuge,als sein Schwager Mangold einen Teil seines Besitztums veräusserte 1 ). Als König Rudolf 1288 das Schloss Weissenburg im Klettgaubelagerte und Mangold von Nelleiiburg dabei teilnahm, kam auchLütold von Regensberg, der sich jetzt zum Unterschiede von seinemgleichnamigen Sohne Lütold und den Söhnen seines Oheims Ulrich undseines Bruders Diethelm »senior« nannte, dorthin. Ob er bei derBelagerung selbst betätigt war, wissen wir nicht a ). In späterer Zeit,als sein Schwager Mangold gestorben war, stand er dessen WittweAgnes, einer Tochter Walthers von Eschenbach, hilfreich zur Seite,wie sich unten zeigen wird.

Selbst handelnd tritt Lütold VII. zum ersten Male auf 1279 3 ).Am 27. Oktober weilte er im Kloster Rüti, in das sein Bruder Diethelmwohl nicht lange zuvor als Mönch eingetreten war. Es ist nicht unwahr-scheinlich, dass dieser in Folge materieller Not sich unter die Kloster-brüder hatte aufnehmen lassen; wenigstens deutet die Verpflichtung,die jetzt Lütold für jenen auf sich nahm, darauf hin. Beim Eintritteins Kloster hatte Diethelm dem Gotteshause eine Schenkung von120 Mark versprochen, war aber jetzt nicht im Stande, diese auszu-bezahlen. Deshalb nimmt nun sein älterer Bruder diese Schuld aufsich, indem er verspricht, jährlich daran 10 Mark aus den Einkünftenseiner Stadt Kaiserstuhl 4 ) die vielleicht Erbe von der Mutter her

*) Mone, Z. f. G. d. Ob. Rh. I, pag. 77.

a ) Seine Anwesenheit ist uns nur durch eine Urkunde Graf Mangoldsbezeugt, worin Lütold als erster weltlicher Zeuge erscheint (Z. f. G. d.Ob. Rh., pag. 79).

*) St. Arch. Zeh., Rüti 28.

') Kaiserstuhl wird hier zum ersten Male als regensbergischeBesitzung genannt; wahrscheinlich ist es in diesen Jahren in die Händeder Freihern dieses Namens übergegangen. Wir haben hierüber keine weitereNachricht als Stumpf, VI. Buch, pag. 408, wo es heisst: Keiserstuhl hat mitder zeyt Freyherren gehebt, dess Titels und namens von Keiserstul, sindbey den alten Graven von Baden und Habsburg verwandt gewesen. HerrRudolph von Kaisersttfl labt anno dorn. 1248 vor und nach; der hat im jar1255 sampt seinem gemahel Adelheiden, geboren von Tengen, etliche gfiterund hofscetten zu Mur by Eglisow und zu Glattfelden an das ClosterWettingen geben, bezeugend dessselbigen Closters geschrifften. Anno dorn.1253 Anna von Keiserstul ist eine Aebtissin Zürych gewesen etc. NachAbgang der Freiherrn von Keiserstul ist diese statt erstlich an die Frei-herrn von Regensperg ererbt und nachmals an das Bistumb Costenz kaufftdurch Bischof Heinrich geboren von Clingenberg.