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Geschichte der Freiherrn von Regensberg : Ein Beitr. z. zürcherischen Landesgeschichte
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worden 1 ). Der Priester von Höngg nahm die Kapelle zu Kegensdorfals Filiale seiner Kirche in Anspruch, während der Pfarrer von Ehren-dingen behauptete, dass Lütold von Hegensberg ihm jene Kapelle involler Selbständigkeit unterstellt habe. Lange schon hatte der Streitgedauert, bis er endlich dem bischöflichen Entscheide unterbreitet wurde.Absichtlich vielleicht hatte Lütold sich nicht in die Sache gemischt,obschon er diese durch eine Erklärung, wie er sie jetzt abgeben musste,schon lange hätte aus der Welt schaffen können. Allein er hoffte wohl,dass der Priester von Ehrendingen siegen und dass ihm selbst dadurchauch wieder ein Kecht an der Kapelle zu Regensdorf zufallen werde.Auf des Bischofs Anfrage sagte er nun aber aus, dass ihm an derstrittigen Kapelle gar kein solches zustehe. Damit war die Sache desPriesters von Ehrendingen verloren; er musste das Streitobjekt in dieHände des Bischofs aufgeben, der es dann dem Priester von Hönggzustellte. Mittelbar hatte dadurch auch Lütold eine Einbusse erlitten.

Zusammen mit seinem Sohne und seinem Neffen Lütold verkauftedieser dann anfangs Oktober 1282, von Geldmangel gedrückt, einenHof zu Ehrendingen in der Grafschaft Baden an das Kloster Oetenbachin Zürich 2 ) und gab mit denselben beiden Personen im Mai 1283das Eigen an einem Lehen, das Jakob von Sulz an Kloster Wettingenschenkte, an das Gotteshaus auf 3 ).

In diesen Jahren mochte sich bei Lütold nach seinem bewegtenLeben allmählich das Alter fühlbar machen. Schon 1281 war seinBruder Ulrich gestorben; für dessen Witwe Adelheid hatte Lütold alsVogt und Vormund eintreten müssen 4 ) und sich damit neue Lastenaufgeladen, die ihm allmählich schwer fielen. Es mochte ihm ähnlichzu Mute sein, wie später Kaiser Karl V.; auch seine Pläne warenzum grössten Teile gescheitert, und so wandte er sich denn jetzt be-sonders seinem Kloster Riiti zu, das er wohl vorher nicht sehr berück-sichtigt hatte. Vielleicht verlebte er seine letzten Jahre in demselbenin Zurückgezogenheit, da auch einer seiner Söhne, Diethelm, als Mönchdaselbst weilte. 1282 schenkte Lütold dem Gotteshause zwei seinerHöfe zu Glattfelden 5 ), damit der Todestag seiner verstorbenen Gattin

') Herrg. Gen. H,n, Nr. 595.

) Wulbert, I, e. p.

") Kopp, II, pag. 362, Nr. 1.

*) St. Arch. Zeh., Const. Amt, Nr. 1002.

s ) St. Arcli. Zeh., Rüti, Nr. 31.