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Geschichte der Freiherrn von Regensberg : Ein Beitr. z. zürcherischen Landesgeschichte
Entstehung
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Regensbergern und Graf Rudolf von Habsburg gespanntere wurden. Dadie Person Rudolfs alle Gewähr für den guten Ausgang eines Kampfesbot, indem er als tüchtiger Kriegsmann bekannt war, und da Zürichmit ihm auch sonst schon in mannigfachen Beziehungen gestanden,so zögerten die Bürger, als jener wahrscheinlich sie um ein Bündnisangieng, nicht lange, dasselbe anzunehmen, um nun mit vereintenKräften sich auf einen Schlag des gefährlichen Gegners zu entledigen.

Im Frühjahr 1267 brachen die Verbündeten los. Als Einleitungwurde die Feste Utznaberg, das Besitztum der wahrscheinlich mit denRegensbergern gemeinsame Sache machenden Grafen von Toggenburg,durch Rudolf und die Zürcher zerstört, am 9. April. Dann mochteein Stillstand der Bewegungen eintreten, weil Rudolf sich durch dieErfolge Peters von Savoyen veranlasst sah, seine Aufmerksamkeit mehrdem Westen zuzuwenden. Nachdem er dort im Herbste jenes Jahresmit seinem Gegner sich verglichen, konnte er auch wieder energischergegen die Regensberger vorgehen. Im Frühjahr 1268 nahm er ge-meinschaftlich mit den Zürchern die Operationen gegen die FreiherrnLiitold und Ulrich denn dass beide Zweige des Geschlechts in dieFehde verwickelt waren, ist nicht zu bezweifeln wieder auf. Nachdem Berichte unseres Gewährsmannes zerstörten Rudolf und seine Ver-bündeten am 25. Mai eine Burg zu Küssnach, die den Regensbergernzugestanden; einige Monate später, am 1. September, gelang es ihnen,die Uetliburg und das Ulrich gehörende Städtchen Glanzenberg einzu-nehmen und dem Boden gleich zu machen. Höchst wahrscheinlich warin der Zwischenzeit, im Laufe des Augusts durch den Bischof vonConstanz und Graf Gottfried von Habsburg nochmals ein Vermittlungs-versuch gemacht worden, der aber nicht mehr Erfolg gehabt hatte, alsder im Frühjahr 1267 unternommene. Erst die schweren Einbussendes Septembers brachen die Kraft der Freiherrn; sie erkannten, dasssie den vereinigten Gegnern nicht mehr gewachsen seien und schlössenFrieden.

Die zürcherische Tradition hat diese Ereignisse später reich aus-geschmückt und mancherlei Züge hineingebracht, die mehr anmutigdenn wahr sind. Die Demütigung der stolzen Herren wurde als einenoch tiefere dargestellt, als sie es wirklich war. So wurde von Lütolderzählt, er habe sich gänzlich an die Stadt ergeben und sei als armerMann daselbst gestorben. Dies stimmt aber keineswegs mit den tat-sächlichen Verbältnissen überein; denn wir finden jenen später noch