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Geschichte der Freiherrn von Regensberg : Ein Beitr. z. zürcherischen Landesgeschichte
Entstehung
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Gewalten die Fehde herbeiführten. Die Regensberger waren zu denGrafen von Kiburg, von denen sie vieles, z. B. in der HerrschaftGrüningen, zu Lehen trugen, denen sie, als den mächtigsten Landes-herren der Gegend, Gefolgschaft geleistet und deren Gericht ihre Ge-biete unterworfen waren, in einem Verhältnisse gewisser Unterordnunggestanden. Aehnlich wie nun früher die Grafen von Neuenburg, Buch-egg, Grandson u. s. w. beim Aussterben der Herzoge von Zähringensich frei machten, so mochten jetzt bei Graf Hartmann des AelternTode auch die Regensberger daran denken, grössere Unabhängigkeit zugewinnen. Da aber Rudolf anfangs wohl gewappnet da stand, auch einstarkes Heer bereit hatte, mit dem er dann gegen Savoyen und dieWaadt vorrückte, wagten es die Regensberger nicht sich zu erheben;erst als jener Ende 1266 von Peter von Savoyen im Waadtlande überallaus dem Felde geschlagen war, da hielten wohl auch die Regensbergerdie Zeit für gekommen, mit ihren Plänen hervorzutreten, noch eheRudolf sich mit seinem siegreichen Gegner verglichen hätte. So mögensich die Dinge zugespitzt haben, bis dann anfangs 1267 wirklich dieFehde ausbrach.

Aber jetzt hatten die Freiherrn von Regensberg es nicht alleinmit Rudolf zu tun, sondern es gesellte sich zu diesem noch eine anderegefährliche Macht, die Stadt Zürich, mit der jene früher, wenigstensäusserlich, in friedlichem Einvernehmen gestanden waren. Eine Aende-rung hatte sich freilich schon in den letzten Jahren vorbereitet. Wohlschon die Gründung des Städtchens Glanzenberg durch Lütold V. hattedie Zürcher in Harnisch gebracht, da sie durch den neuen Ort eineSchädigung ihres Handels fürchteten. Um jeden Preis hatten sie nunseither wenigstens zu hindern gesucht, dass dort eine Brücke über dieLimmat geschlagen werde 1 ), welche ihnen etwa die freie Fahrt aufdem Flusse hätte beeinträchtigen können, während sie anderseits einenTeil des Verkehrs von Zürich abgelenkt, dagegen die Verbindung Glan-zenbergs mit dem linken Ufer und damit eine leichtere Ausdehnungder regensbergischen Macht auf demselben begünstigt haben würde.Doch war der Friede mit den Freiherrn bisher noch erhalten geblieben;

l ) So musste 1257 der Ritter Heinrich von Schönenwerth und seinSohn Johannes dem Zürcher-Rate versprechen, seine Glanzenberg gegen-überliegenden Liegenschaften nicht zu veräussern und zu sorgen, dass dortkeine Brücke errichtet werden dürfe. (Z. U. B. III, Nr. 994).