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Dieses Datum lässt uns nun auch auf die Ursache des Kriegesetwelche Schlüsse tun. Es ist schon die Ansicht aufgestellt worden,die Fehde sei entstanden, weil die Kegensberger als Verwandte Hart-manns des Aeltern — Liitold IV. hatte eine Verwandte desselben zurEhe gehabt — Ansprüche auf das kiburgische Erbe erhoben hätten.Es mag ja sein, dass die Kegensberger auch dies und das beanspruchtenund nicht zufrieden waren, dass Graf Rudolf alles an sich zog. Aberjedenfalls war dies nicht die Haupt- oder gar die einzige Ursache desStreites. Der Habsburger hatte offenbar nähere Anrechte auf die Erb-schaft, so dass er hierin nicht viel anzufechten war x ). Und hätten dieKegensberger wirklich jene Ansprüche nachdrücklich erhoben, so wärensie doch bald nach dem Tode des letzten Kiburgers und nicht erstjetzt, anfangs 1267, damit hervorgetreten. Wahrscheinlicher ist da-gegen, dass — wie Kopp hervorhebt — die streitigen Grenzen der
Bache in Muntern kein Recht hätten. (St. Arch. Zeh., Obmannamt, Nr. 27.)Es deutet dies darauf hin, dass zwischen den Zürchern und Regensberger-leuten zuweilen Reibungen vorkommen mochten, die aber doch noch nichtzum offnen Kriege geführt hatten.
Am 21. Dezember 1266 bestätigt Ulrich noch, dass sein LeibeigenerGerung ein Gut zu Teilungen an Priorin und Convent der Schwestern vonConstanz in Zürich verkauft habe. Mit keinem Worte ist eine Fehde er-wähnt, Zürcherbürger sind Zeugen, wie z. B. Heinrich Wiederkehr, eben-so der Winterthurer Conrad Staheli (Winterthur stand unter Rudolf vonHabsburg!) [Habsbg. Reg. Nr. 154]. — Ferner sind noch am 8. Januar 1267die beiden Brüder Lütold und Ulrich Zeugen bei einer Schenkung, die dieGrafen Gottfried und Eberhard von Habsburg-Lauffenburg an die Johanniterzu Hohenrain machen (Kopp, E. B. Band II, 1, pag. 423). Dies an und fürsich liesse noch nicht darauf schliessen, dass die Regensberger auch mitRudolf noch im Frieden lebten, da die jüngere Linie Habsburg bei jenerFehde wohl ganz neutral blieb. Dagegen ist neben den RegensbergernZeuge Jakob der Müllner von Zürich. Mit den Zürchern also hatten dieHerren von Regensberg am 8. Januar noch Frieden, daher wohl auch nochmit Rudolf. Am 20. März aber lagen sie mit diesem schon in Fehde, wieuns eine Urkunde sicher bezeugt. Denn in diesen Tagen weilten BischofEberhard von Konstanz und Bischof Heinrich von Basel, der Oheim derbeiden Regensberger, zu Zürich und suchten zwischen Graf Rudolf und denHerren von Regensberg zu vermitteln, doch ohne Erfolg — sagt die Urkunde— da des Grafen Kriegsvolk noch zu kriegslustig war. (Herrg. Gen. II,i.Nr. 400.)
J ) Vergl. hierzu: Dr. E. Bär, Zur Gesch. der Grafschaft Kiburg unterden Habsburgern (Dissertation 1893) pag. 20.