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Geschichte der Freiherrn von Regensberg : Ein Beitr. z. zürcherischen Landesgeschichte
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schon die verschiedensten Ansichten geäussert worden. Zum grossenTeil basieren dieselben jedoch nur auf Vermutungen, indem uns blossdurch eine einzige Stelle einer Urkunde bezeugt ist, dass wirklichzwischen Rudolf und den Regensbergern Fehde herrschte.

Die sechziger Jahre hatten in der Nordostschweiz wieder eineeingreifende Veränderung der Gewalten gebracht. 1263 war mit demTode Graf Hartmanns des Jüngern von Kiburg der Mannsstamm derjiingern Linie, 1264 mit Hartmanns des Aeltern Hinschied die ältereLinie des mächtigen Grafengeschlechts erloschen. Jetzt nahm Rudolfvon Habsburg, aus der ältern Linie dieses Hauses, Sohn von Hartmannsdes Aeltern Schwester Heilwig, das Erbe seines Oheims in Anspruch,ohne die Rechte anderer zu beachten. Zwar mit dem Abte vonSt. Gallen verglich er sich in Güte, nicht so jedoch mit der Wittwedes verstorbenen Oheims, mit Margaretha von Savoyen. Nicht einmaldie Güter, die Hartmann ihr als Wittum verschrieben und wobei dieRegensberger als Zeugen mitgewirkt, liess er ihr. Das brachte Rudolfin Feindschaft mit Margarethas Bruder, dem mächtigen Grafen Peter II.von Savoyen; zwischen den beiden erhob sich Krieg. Im Winter1265/66 rückte Rudolf mit Heeresmacht in die Waadt ein und stiftetedort die Gegner Peters zum Aufstande auf. Diese belagerten 1266das feste Schloss Chillon. Aber im Herbst dieses Jahres hatte Peterseine Gegner niedergeworfen. Ein Jahr später bequemte auch Rudolfsich zum Frieden mit ihm, der zu Murten am 8. September 1267 ab-geschlossen wurde; demzufolge hatte er an Margaretha ihr Wittwengutfür ihre Lebzeit zu überlassen. Dagegen besass er nun sicher dasübrige Besitztum seines Oheims, wobei Kiburg, Winterthur, Frauenfeld,Baden und die Landgrafschaft im Thurgau besonders wichtig waren.

In das Ende des Krieges mit Peter von Savoyen müssen nunauch die Kämpfe Rudolfs mit den Regensbergern und den Grafen vonToggenburg, welche mit jenen wohl in Verbindung standen, fallen. DerBeginn der Fehde ist etwa in die Zeit vom 8. Januar bis 20. März 1267zu setzen').

*) Noch am 10. Oktober 1266 erscheint Lütold und sein Sohn Lütoldzu Fluntern, als der Leutpriester Heinrich von St. Peter in Zürich undKonrad Keiner von Schwammendingen als Schiedsrichter in dem Streite,den das Kloster Zürichberg gegen die Brüder Rudolf und Heinrich Murervon Grüningen und andere Leute aus Lütolds District auf dem Zürichbergeführte, den Spruch fällten, dass letztere auf das streitige Grundstück am