denselben Namen trug x ), ferner Eberhard 2 ) und Ulrich, sowie eineTochter, Gertrud 3 ), welche zum Gemahl den Grafen Rudolf von Habs-burg-Lauffenburg, genannt Rudolf der Stille (f 6. Juni 1249) hatte;sie lebte noch als Witwe 1264.
Liitold der Yater — der sich zum Unterschiede von seinem gleich-namigen Sohne als senior bezeichnet 4 ), während jener sich juniornannte — befand sich oftmals im Gefolge des Grafen von Kiburg undnicht selten auch in demjenigen der Herren vou Habsburg, die miterstem verwandt waren 5 ).
') Dieser Liitold war später Mönch im Predigerkloster in Zürich.Wahrscheinlich machte er mehrere Reisen nach Italien und war vielleichtauch 1244, wo er als landesabwesend genannt wird, dort. Am 1. November1259 ist er als Zeuge dabei, wie der Prior der zürcherischen Predigermönche,Heinrich, unter anderem einen Streit zwischen Rudolf von Habsburg, demKirchherrn von Dietikon, und Probst Eberhard von Fahr über die kirch-liche Zugehörigkeit Glanzenbergs schlichtet (Z. U. B., Nr. 1077). Fernererscheint er in einer Urkunde vom 28. November 1261 als Zeuge (AbteiZürich, Nr. 179) und in gleicher Eigenschaft in einem am 6. Juli 1266 vonRitter Konrad von Heidegg ausgestellten Instrumente (St. Arch. Zürich,Oetenbach Nr. 41). Er war es, der 1276 den schönen Codex des ChroniconsOtto's von Freising aus dem Gotteshause von Viterbo, wo er studiert hatte,nach Zürich brachte, mit Glossen und Fortsetzungen von seiner eignenHand versah und hernach seinem Predigerkloster in Zürich schenkte (Vögelin,Altes Zürich, pag. 67).
! ) Wahrscheinlich früh gestorben, da er später — nach 1244 — nichtmehr erscheint.
s ) Z. U. B. n, Nr. 854.
4 ) Zum ersten Male 1236 (St. Gall. Urk. B. IH, Nr. 875).
5 ) So war er am 25. Mai 1223 dabei, als Bischof Konrad von Constanzeinen Streit zwischen dem Kapitel zu Beromiinster und dem Grafen vonKiburg beilegte (Herrg. H,i, Nr. 279).
1228 war der Freiherr Zeuge, als Graf Rudolf von Habsburg, Land-graf im Elsass, an das Kloster Kappel seinen Hof zu Kappel verkaufte.(Münch, Habsburg. Reg., Nr. 37).
Als im Jahre 1230 zu Bochisfluh Hartmann der Aeltere seiner Ge-mahlin Margaretha von Savoyen zahlreiche Besitzungen verschrieb, da warwiederum Liitold, diesmal sammt seinem ältesten Sohne, als Zeuge beidieser wichtigen Handlung (Z. U. B. I, Nr. 459).
Am 7. April 1231 half er in Winterthur mit andern geistlichen undweltlichen Herren einen Streit schlichten, der sich zwischen dem GrafenRudolf von Habsburg und den „Brüdern des Spitals zu Jerusalem" inAlamanien erhoben hatte. (Herrg. Gen. H,i, Nr. 290.)