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Geschichte der Freiherrn von Regensberg : Ein Beitr. z. zürcherischen Landesgeschichte
Entstehung
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Neun Jahre später, am 5. Mai 1228, bestätigte *) auch PapstGregor IX. von Rieti aus die Vergabungen, die Lütold V. zu Seegräbenund andern Orts gemacht, und etliche Wochen nachher, am 26. Juni,nahm er das Kloster Rüti und dessen Besitzungen in seinen speziellenSchutz und gab ihm dazu noch verschiedene Privilegien 2 ).

Durch jene Vergabungen hatte Liitold V. das Andenken des Stiftersdes neu erblühenden Gotteshauses geehrt und sich selbst einen gutenNamen gemacht. In Zukunft richtet sich seine Tätigkeit nach andernSeiten.

In ihm haben wir wohl den Gründer des Städtchens Glanzenberg 3 )an der Limmat, dem freilich nur ein kurzes Dasein beschieden seinsollte, zu sehen 4 ). Wie sein Vater hatte er die wichtige Kastvogteides Gotteshauses St. Blasien inne 5 ).

Mit den mächtigen Geschlechtern des Landes stand er in naherVerbindung. Seine Gemahlin Berchta, die uns schon begegnet ist, wareine Tochter des Grafen Ulrich von Neuenburg 6 ). Durch sie kam derFreiherr auch in verwandtschaftliche Beziehungen zu dem Hause derGrafen von Toggenburg. Berchtas Schwester Gertrud war nämlich ver-heiratet mit Diethelm V. von Toggenburg, der im Jahre 1226 jenenberüchtigten Mord an seinem Bruder Friedrich begieng. Und da GrafHartmann der A eitere von Kiburg Lütolds Verwandter war Lütold IV.hatte eine Verwandte Graf Ulrichs von Kiburg zur Ehe gehabt sostanden die Regensberger auch mit diesem mächtigen Geschlechte innäheren Beziehungen, die später deutlich hervortreten. Lütold V. besassmehrere Kinder 7 ), so einen ältesten Sohn Lütold, einen zweiten, der

"l Z. U. B. I, Nr. 443.

') Z. U. B. I, Nr. 444.

*l In der Urkunde Herrgott Gen. II,ii , Nr. 432, ist ausgelassen: quasiper aluvionem parochise in Winingen multis retroactis temporibus adjectum,in quo nobilis de Regensperc construxit oppidum ex parti parochise in Wi-ningen super rivam fluvii (vide Z. U. B. HI, Nr. 1081, resp.: P. Schweizer,Zürichs Politik etc. im Zürch. Taschenbuch 1888, Jahrgang XI).

4 ) Nach Zeller-Werdmüller sind es allerdings vielleicht erst seine

Söhne gewesen, die Glanzenberg gegründet, da dieser Name erst 1257 er-scheint (Z. U. B. III, Nr. 994).

6 ) 1219 siegelt er eine Urkunde des Klosters St. Blasien (P. Wulberz,Manuscript Schweiz. Museum IH, pag. 797).

") Mathias Neoburgensis in Font. rer. Germ. IV. ed. Huber, pag. 154

') Z. U. B. I, Nr. 393 (1244, Februar 15).