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in Italien und liess in Deutschland seinen jungen Sohn Heinrich walten.Die edeln Herren im Reiche wurden in dieser Zeit sehr begünstigt,damit sie im Streite des Kaisers mit dem Papste auf Seite des erstemträten. Man liess sie unabhängig schalten; eine kräftige Hand, dieOrdnung im Lande gehalten hätte, war nicht vorhanden.
Als im Jahre 1218 die Zähringer ausstarben, folgte eine all-gemeine Umwälzung der Verhältnisse unserer Gegend. Was die Zähringervom Reiche zu Lehen getragen, das fiel jetzt wieder an jenes zurück;was die Regensberger hievon inne gehabt, besassen sie nun als direktesReichslehen. Das Eigentum der Herzoge kam an deren Verwandte.Viele Herren, die unter dem Rektorat der Herzoge gestanden, wurdenjetzt unabhängig; die Stadt Zürich wurde freie Reichsstadt, wie mancheandere Gemeinwesen. Die rechtsrheinischen Gebiete fielen an die Herrenvon Urach, während die Grafen von Kiburg die linksrheinischen ge-wannen und damit die Machtstellung der Herzöge in unsern Gegendengrösstenteils an sich brachten. Die Edeln von Regensberg, die denKiburgern ebenfalls unterstanden, traten, als 1229 Graf Ulrich vonKiburg starb und sein jüngerer Sohn Hartmann der Aeltere die Gebieteostwärts der Reuss, sein Enkel Hartmann der Jüngere die westlich ge-legenen Gebiete übernahm, unter des erstem Machtbereich.
Während der Zeit von 1219 bis etwa in die Mitte des Jahr-hunderts war Inhaber des regensbergischen Gebietes Lütold V. SeinName begegnet uns zum ersten Mal ] ) im Jahre 1209, wo er mitseinem Vater die Vereinbarung betreffend den Zehnten von St. Nikiauszu Rüti beurkundet. Auch ihm lag jedenfalls das neugegründeteKloster sehr am Herzen; zu verschiedenen Malen tritt er zu dessenGunsten auf. So wird uns sein Name in der oben (pagina 24) schonangeführten Urkunde vom 13. Januar 1217 genannt z ), in der jenerPriesterkonvent zu Hombrechtikon seine Bestätigung zu den Ab-machungen betreffend Rüti gibt. Ein halbes Jahr nach dem Todeseines Vaters, vielleicht kurz nach dem Eintreffen der Trauerbotschaft,bestätigte Lütold V. die Vergabungen, die jener an die Premonstratenservon Rüti gemacht hatte; Vogtei und Kirchenpatronat behielt er sichdabei vor. Dies geschah am 6. Mai 1219 zu Regensberg 3 ). Untermnämlichen Datum stellte des Freiherrn Oheim, Erzbischof Eberhard von
') 1209, April 16. Z. U. B. I, Nr. 363.
s ) Z. U. B. I, Nr. 382.
D Z. U. B. I, Nr. 391.