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Geschichte der Freiherrn von Regensberg : Ein Beitr. z. zürcherischen Landesgeschichte
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sehr gelegen; denn in ihnen sah er die Leute, die geeignet wären^seinen Plan auszuführen. Er schenkte ihnen Güter in der Umgebungvon Rüti 1 ), damit sie daselbst ein Kloster erbauten, was jene mitFreuden übernahmen. Unter vielen Anfechtungen der umwohnendensektirerischen Bauern führten sie ihre Aufgabe durch, indem sie zuersteine hölzerne Kapelle, später 1214 Kirche und Kloster, in demdie Kegel der Premonstratenser befolgt wurde, aus Stein erbauten.

1209 hatte der Konstanzerbischof Conrad die Schenkung desRegensbergers bestätigt 2 ). In der gleichen, am 16. April in Zürichvon Liitold von Regensberg ausgestellten Urkunde tritt dieser letzerenochmals für das von ihm gegründete Kloster ein. Er hatte unteranderm im Jahre 1206 demselben die Kapelle zu St. Nikiaus 3 ) ver-gabt, die der Pfarrkirche von Busskirch 4 ) zehntbar war. Dieser Zehntenwurde jetzt vorläufig für drei Jahre, nachher dann ganz von dem Leut-priester Conrad von ßusskirch gegen Entschädigung aufgegeben, wasein Priesterkonvent zu Hombrechtikon am 13. Januar 1217 bestätigte 5 ).Durch das Abkommen waren beide Teile befriedigt: Busskirch wareinen vorteilhaften Tausch eingegangen, Rüti hatte die in der Näheliegenden Besitzungen von aussen unabhängig gemacht, so dass es nunauf dieses sichere, uneingeschränkte Eigentum gestützt in grössererFreiheit weiter gehen konnte. Es erfreute sich auch in der Zukunftder Gunst seiner hohen Begründer, zu der dann bald diejenige derGrafen von Toggenburg kam. Im Gegensatze zu Fahr als unabhängigesKloster begründet, blühte es schnell empor und diente sowohl denRegensbergern wie den Toggenburgen als Grabstätte.

Während der Jahre, da Rüti sich allmählich entwickelte, treffenwir Lütold noch einmal am 20. Februar 1209 zusammen mitseinem Bruder, Erzbischof Eberhard, an, den er nach Nürnberg an denHof König Otto's IV. begleitet hatte, um dort in einem Prozesse desErzbischofs gegen den Bischof Walter von Gurk als Zeuge mitzuwirken 6 ).Von da an gehen die Nachrichten über ihn aus.

') Rüti, Eselsfurt und Willosbühl. Z. U. B. I, Nr. 382.

») Z. U. B. I, Nr. 363.

3 j Auf einem Hügel südlich der Kirche in Rüti.

') Am Zttrcher-Obersee, östlich von Rapperswil.

ä > Z. U. B. I, Nr. 382.

*) Böhmer, Reg. imp. Otto IV., Bd. V,1 pag. 85, Nr. 269.