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Geschichte der Freiherrn von Regensberg : Ein Beitr. z. zürcherischen Landesgeschichte
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1188 schon war der Freiherr in der Kirche Bülach als Zeuge *)in einer feierlichen Handlung aufgetreten. Gegen Ende des Jahres 1202reiste er dann, wohl um mit seinem Bruder, Erzbischof Eberhard vonSalzburg, verschiedene Angelegenheiten betreffend die regensbergischenGüter zu besprechen denn jener hatte sich der Ansprüche auf dasErbe ihres Vaters nicht entschlagen 2 ) nach Salzburg, wo wir ihnam 6. Januar 1203 antreffen 3 ). An diesem Tage nämlich verordneteder Erzbischof, dass zum Andenken an den verstorbenen Vater jährlichim Kloster Admont eine Gedächtnisfeier am 30. September abgehaltenwerde. Was im weitern die zwei Brüder verabredeten, wissen wirnicht; doch ist es nicht unwahrscheinlich, dass schon damals ein Planvon ihnen besprochen wurde, der wenige Jahre später zur Ausführungkommen sollte: Die Gründung des Klosters Küti bei Rapperswil 4 ).

eben anfangs der neunziger Jahre die Aebte des Klosters genanntes Schreibenan Papst Cölestin absenden, indem sie um Abhilfe bitten. Doch ist dieSache sehr unwahrscheinlich, wie auch das Z. U. B. (im Druck ausgelasseneUrkunde, Nr. 353 a) ausführt. Warum wäre denn der Brief, wenn echt, inEngelberg selbst geblieben? Es werden darin päpstliche Urkunden citiert,die gar nicht vorhanden sind, die oben genannte des Papstes Urban III von1186 wird dagegen gar nicht angeführt. Auchist die ganze Ausdrucks-weise sehr ungewöhnlich und macht den Eindruck einer Stilübung". Nachder bündigen Erklärung Liitolds von 1190 konnte schwerlich nochmals einStreit entstehen.

') 1188, Juli 31. Kirche Bülach: Der Vogt der Kirche zu Bülachverzichtet gegenüber demjenigen der Kirche zu Hasli auf alle Ansprüchean die Kapelle zu Hasli. Zeuge unter anderen Lütold von Regensberg.Z. U. B. I, Nr. 347.

') Siehe Z. U. B. I, Nr. 392, wo es heisst: da auch wir Erben sind,wie jener (Lütold V).

3 ) Meiller, Salzburg Reg., pag. 178, Nr. 41. Vergl. dazu daselbst An-merkung 22 in der Beilage, pag. 513, betreffend das Todesjahr Lütold III.Der Annahme, als sei dieser erst in dieser Zeit gestorben, kann ich michnicht anschliessen; denn in diesem Falle hätte er ein fast unwahrscheinlichhohes, nirgends bezeugtes Alter erreicht, indem seiner schon 1130 als einesKnaben gedacht wird. (Z. U. B. I, Nr. 279.)

*) Prof. Salomon Vögelin hat in den Mitteilungen d. antiqu. Ges. inZürich, Bd. XIV, 2 in der Abhandlung:Das Kloster Rüti, Stiftung derFreiherrn von Regensberg und Grabstätte der Grafen von Toggenburg"nachgewiesen, dass Rüti von den Regensbergern und nicht von den Toggen-burgern gestiftet wurde, wie auch schon (besonders von Tschudi) behauptetworden ist. Ueberhaupt verweise ich, was die Entstehung von Rüti anbe-langt, auf die genannte eingehende Untersuchung, auf welche sich im weiternder Text stützt, da in dieser Frage neues nicht mehr beizubringen ist.