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Rechte ab, indem sie dieselben zu Lehen gaben *). So hatten höchstwahrscheinlich unsere Freiherrn solche Gebiete am rechten Ufer desZürichsees inne 2 ), die an ihre Güter in Grüningen, Egg u. s. w. stiessen.
Hatte der Edle nach dieser Seite hin in solcher Art Beziehungenunterhalten, so gelang ihm dies nicht minder nach anderer Seite undin anderer Weise. Das mächtigste Geschlecht im Thurgau und imZürichgau waren zu jener Zeit die Kiburger. Um sich auch von hieraus gesichert und gefördert zu sehen, heiratete Lütold IV. eine An-gehörige dieses Hauses, eine nähere Verwandte des spätem GrafenHartmann von Kyburg 3 ).
Von seinen beiden Töchtern gab er die eine dem Freiherrn Bercli-told I. von Eschenbach (ca. 1225—36) 4 ), die andere dem Grafen Eber-hard von Lupfen zur Ehe 5 ).
Die grosse Macht, das hohe Ansehen, das er genoss, die nahenBeziehungen zu den mächtigen Geschlechtern der Gegend mussten baldin Lütold das Verlangen wecken, noch höher emporzusteigen, zu dengräflichen Rechten auch noch den gräflichen Titel an sein Flaus zubringen. So wagte er es, sich in Urkunden »Graf« zu nennen 6 ) undhöchst wahrscheinlich trug er auch auf seinem Siegel diesen Titel.Aber der Versuch missglückte; denn später linden wir diese Bezeichnungnicht mehr, ausser auf dem Siegel, das nach seines Vaters Tode Lü-
') Wir haben zwar keine schriftlichen Nachrichten darüber, dochlassen die spätem Berichte der Chroniken (betr. Krieg mit Zürich) hieraufschliessen; auch ist die Sache an und für sich sehr wahrscheinlich. (Nacheinem Mscrpt. v. G. v. Wyss).
') Sicher bezeugt ist nun, dass Güter zu Männedorf (Reg. Einsid.,Nr. 160), sowie die Burg Friedberg bei Meilen und anstossende Güter inregensberg. Besitze waren. St. Arch. Zeh. Gr. Stiftsurb. f. 145 b.
s ) Hartmann der Aeltere nennt Lütold V seinen nepos (Z. U. B. II,Nr. 874), woraus Füssli und andere schlössen, dass Lütolds Mutter eineSchwester Hartmanns gewesen sein müsse. Allein die Lebenszeit Lütold IVund einer solchen Schwester Hartmanns kann nicht wohl zusammenfallen;nach G. v. Wyss ist es wahrscheinlicher, dass diese Kiburgerin eine Vaters-schwester Hartmanns des Aeltern war, die ihrem Gemahle aus ihrem lenz-burgischen Muttergute manches zubrachte.
*) Zürcher Taschenbuch 1893: Zeller-Werdmüller, die Freien vonEschenbach, etc., pag. 91.
s ) v. Wyss, ungedrucktes Manuscript.
') Z. U. B. I, Nr. 363.