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St. Blasien betreffen, erscheint '), zusammengehalten mit der bezeugtenTatsache 2 ), dass ein späteres Glied des Geschlechtes, Lütold VI. vonNeu-Kegensberg, im Besitze der Vogtei desselben Gotteshauses steht,lässt mit ziemlicher Sicherheit darauf schliessen, dass schon Lütold III.dieses Becht inne hatte, mag er es nun von seinem Vater ererbt s )oder selbst erworben haben.
Wahrscheinlich war er befreundet mit seinem StammverwandtenConrad von Krenkingen, mit dem er wenigstens — wie später seingleichnamiger Sohn — öfters in Urkunden unmittelbar zusammenerscheint 4 ).
Seine Gemahlin war, wie es scheint, eine geborne Freiin vonVatz 6 ), eine Schwester des Bischofs Walter von Gurk, der uns späterals Bischof von Brixen entgegentritt und als Oheim 6 ) Lütold IV. be-zeichnet wird. Der Ehe entsprossen zwei Söhne, Lütold, geboren wohlum 1160 7 ) und Eberhard 8 ), dessen Geburt wohl auf ungefähr 1170
1150, Aug. 20. (Quellen z. Schweiz. G. III, Kloster Rheinau.)
1152, Jan. 12. (Wtirttembg. Urk. B. II, pag. 57.)
') Z. U. B. H, Nr. 943.
*) Siehe pag. 14.
4 ) Zum Beispiel in den unter *) genannten Urkunden.
5 ) Siehe den Aufsatz von G. v. Wyss im Anz. f. Gesch. und Alter-tumskunde d. Schweiz 1856, pag. 15 ff. (Siehe ferner unter Lütold IV. dieGründung von Rüti durch Churwaldnermönche, pag. 23).
") Meiller, Salzburg. Reg. pag. 171, Nr. 10.
') Der um 1177 als Zeuge genannte Lütold ist wohl der Sohn, daherseine Geburt spätestens in den Anfang der sechziger Jahre verlegt werdenmuss, Genau zu unterscheiden, wann unter den in den Urkunden ange-führten Namen Lütold der Vater oder der Sohn zu verstehen ist, ist un-möglich.
8 ) Dass der später hochberühmte Erzbischof Eberhard von Salzburgein echter Bruder von Lütold IV. war, scheint mir nun sicher dargelegt.Lange wurde er für einen Angehörigen der Truchsessenfamilie von Wald-burg angesehen, weil er in einer Salzburger Inschrift hiess: von Truchsess,dapifer. (Näheres siehe P. Hauthaler, in: Mitteilungen der Gesellschaft fürLandeskunde von Salzburg, Jahrg. 16, pag. 86—127.) Weil er aber Lü-told IV. in einer Urkunde seinen frater couterinus nannte, betrachtete manihn als einen Stiefbruder desselben. Vochezer hat nun in seiner: Geschichtedes fürstl. Hauses Waldburg (Bd. I, pag. 33 ff.) nachgewiesen, dass dieälteste Bezeichnung in Salzburgerinschriften ihn nicht „von Truchess",sondern „von Truchsen" nannte. Die Herren von Truchsen waren aber einwenig angesehenes Ministerialengeschlecht aus Kärnthen, so dass es höchst
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