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Geschichte der Freiherrn von Regensberg : Ein Beitr. z. zürcherischen Landesgeschichte
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baute an dem hiezu vergabten Orte wirklich ein Kloster. Der Frei-herr von Hegensberg und seine Gemahlin Judenta blieben demselbenjedenfalls auch im weitern gewogen, und ihr Andenken, besonders das-jenige der letztern, erhielt sich bei den Nonnen von Fahr. Judenta,die ihren Gatten überlebte, bestätigte nach dessen Tode laut einerspätem Nachricht die Schenkung Fahr's, und fügte zu derselben nochdiejenige der Kirche Weiningen sammt dem dortigen Patronate hinzu 1 ).Wahrscheinlich trat sie, als Lütold II. ihr durch den Tod entrissenworden, ihre Erbschaft an ihren Sohn ab und gieng in ein Kloster 2 ).Noch im XV. Jahrhundert wurde ihr aus Dankbarkeit zu Fahr je am18. März eine Messe in der Klosterkirche gelesen 3 ).

Von Lütold II. hören wir im weitern nichts mehr. Er wurdein dem von ihm gegründeten Gotteshause begraben 4 ). Ein Grabsteinmit dem ßegensbergerwappen in der im Klosterhof südöstlich stehendenSt. Anna-Kapelle, der aber erst aus dem 17. Jahrhundert stammt,vielleicht jedoch die Nachbildung eines altern ist, wird mit ihm inVerbindung gebracht B ).

In der Herrschaft folgte ihm nach Lütold III., sein wie esscheint einziger Sohn.

Lütold III.

Von diesem Freien wissen wir nur sehr wenig. Einzig als Zeugensehen wir ihn zuweilen auftreten, nie selbständig handeln. Nachdemer schon 1130 bei der Schöpfung von Fahr, hier noch als unmündig,genannt worden, erscheint er wieder von Mitte des 12. Jahrhundertsan. Der Umstand, dass er in mehreren Urkunden, die das Kloster

0 Z. U. B. I, Nr. 396.

a ) Nach einer Nachricht im Anniversarium ecclesise collegiate Bero-nensis, die ich auf sie beziehe: 7. uon. Martii Judenta conversa de Regens-perg obiit (Mon. Germ. hist. Necrolog. germ., Tom I, pag. 448).

') Necrologium Fahrense: 17. April: Judenta von Regensperg, ainstiffterin des Gotzhuss, hant geben Var und Winingen mit allen Zugeliörden,umb das man ir ain vigily less in den kilchen. [Im XV. Jahrhundert hinzu-gefügte Bemerkung. (Mon. Germ. H. Necrolog. germ. Tom. I, pag. 386)].

1 ) Lütoldus laicus, zu Fahr in der alten Klosterkirche begraben, wo-

selbst 1746 beim Bau der neuen Kirche ein Körper und seine Rüstung ge-

funden und in der neuen Kirche unter dem ewigen Licht wieder bestattet

worden. (Müller, Schweiz. Altertümer H, 16).

5 ) Mitteilung von Herr Dr. Zeller-Werdmüller.