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Geschichte der Freiherrn von Regensberg : Ein Beitr. z. zürcherischen Landesgeschichte
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Mönche des Klosters Muri ihn, den Vater Lütolfs und Ottos vonRegensberg, zu ihrem Vogte gewählt hätten. Weil aber bald nachherzwischen den Grafen von Lenzburg und Graf Werner von Habsburg, derein naher Freund Lütolfs und wie er Anhänger des Gegenkaisers Rudolfwar, Fehde ausbrach, so gab Lütolf die Vogtei von Muri wieder auf 1 ),

S. Galli, ed. Meyer v. Knonau) erscheint nämlich um 1077: Lutoldus huiusloci (St. Gallen) advocatus (vgl. auch Stumpf pag. 271). Von diesem Lütoldwird berichtet, dass er, als die St. Gallermönche den dem GegenkönigRudolf von Schwaben ergebenen Abt Lütold vertrieben hatten und an seineStelle Ulrich eingesetzt worden war, sich zu Gunsten des erstem in denStreit eingemischt und mit Kriegsmacht gegen den neuen Abt ausgezogen,dann aber von diesem besiegt worden sei. 1188 mit Ulrich in einen neuenKampf verwickelt, sei er sammt seinem Sohne Chuono darin gefallen (Contin.Cas. S. Galli, pag. 84). Obschon dieser Lütold hier nicht alsvon Regens-berg" angeführt ist, kann man doch auf die Vermutung kommen, er möchteein Angehöriger dieses Geschlechtes gewesen sein, wenn man an die spätereenge Verbindung unserer Freiherrn mit dem Kloster St. Gallen denkt, dieuns im weitern entgegentreten wird. So hatten die Regensberger ja vonSt. Gallen Burg und Vogtei Grüningen, sowie einen Teil der Burg Neu-Regensberg zu Lehen und traten auch sonst in mannigfache geschäftlicheBeziehungen zu dem Kloster. Dagegen aber ist nach Zeller-Werdmüller geltend zu machen, dass in der Regensbergergenealogie der Name Chu-ono nie vorkommt, dass der als Kastvogt von Muri genannte Regensbergernur als der Vater Ltitolds und Ottos bezeichnet wird und somit nicht mit demst. gallischen Lütold identisch sein kann. Auch war das Kloster in jenenunruhigen Zeiten wohl darauf bedacht, nicht einen so weit entfernt woh-nenden Herrn zum Vogte zu haben, sondern einen in grösserer Nähesitzenden, der ihm, wenn nötig, rasch Hilfe bringen konnte. Es ist mög-lich, dass dieser advocatus Lutoldus aus dem Hause Murkhart (bei Frauen-feld) war, von dem am 14. März 1102 (Urk. d. Klosters Allerheil. Schaffh.)ein Liutolfus erscheint, ebenso am 22. Mai 1122 (vgl. die Urk. von Allerheilg.in: Quell, z. Schweiz. Gesch. III, pag. 66). Diese Murkharter waren wohlauch ihrerseits mit den Regensbergern verwandt, woraufhindeutet: 1. Derbeiden Geschlechtern gemeinsame Taufname Lütold. 2. Die Aehnlichkeitihrer Wappen (das Murkharterwappen hat statt des geraden Querbalkensdes regensbergischen einen gezackten). 3. Der Umstand, dass die Regens-berger später im Besitze der Murkliartischen Güter stehen (Z. U. B. H,Nr. 596). Siehe Thurg. Urk. Buch, Th. IV, Nr. 163.

*) Lütold I. fühlte sich also noch nicht stark genug, den Grafen vonLenzburg, selbst in Verbindung mit dem Grafen von Habsburg, mit Erfolgentgegentreten zu können. Diese Wahrnehmung, sowie die andere, dasserst von der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts an die Freiherrn vonRegensberg anfangen, in den Urkunden häufiger, und zwar jetzt in ange-