Druckschrift 
Die Lehren der Astronomie
Seite
476
Einzelbild herunterladen
 

Ä7S

Astrtftcluis.

Ca^'. Xli

/^) planetenartigc Nebelflecke, s) firsternartige Nebelflecke,und 6) neblige Sterne. Die große Kraft seiner Teles-kope hat uns das Daseyn einer außerordentlichen Mengevon diesen Objekten enthüllt, und gezeigt, daß dieselbenkeineswegs gleichförmig an der Oberfläche des Himmelsvertheilt sind, sondern daß sie, allgemein zu reden, vor-zugsweise eine breite Zone einnehmen, welche die Milch-straße nahezu rechtwinklig durchschneidet, und deren Rich-tung im Allgemeinen sich nicht sehr von dem Stundcn-kreisc von und entfernt. In einigen Theilen die-ser Zone, besonders da, wo sie die Sternbilder der Jungfrau,des Haupthaars der Berenicc und des großen Bärendurchkreuzt, finden sich diese Objekte wirklich in großerAnzahl vor; sie sind aber großtcnthcils teleskopisch, undkönnen nur durch sehr starke Fernrohre gesehen werden.

v!7) Die Sternhaufen sind, entweder kugelförmig,wie wir solche bereits beschrieben haben, oder "von einerunregelmäßigen Gestalt. Diese lezteren sind im Allge-meinen weniger sternreich, und namentlich gegen ihrenMittelpunkt hin weniger verdichtet. Auch ist ihr Umrißnicht so scharf gezeichnet, so daß es oftmals schwierig ist,zu entscheiden, ob sie irgendwo eine Gränze haben, oderob sie nicht vielmehr blos als Theile des Himmels an-gesehen werden können, die sternreicher sind, als die sieumgebenden. Bei einigen von ihnen sind die Sternenahezu alle von einerlei Größe, bei anderen sind sie au-ßerordentlich verschieden; auch ist es nichts Ungewöhnli-ches, unter diesen einen röthlichen Stern zu finden, derviel Heller ist, als alle übrigen, und der in Bezug aufleztcrc irgend eine bcmerkcnswerthc Stellung einnimmt.Sir William Herschcl betrachtet solche Sternhaufen alskugelförmige, die sich noch in einem weniger vorgerücktenWerdichtungszustande befinden, indem er der Ansicht ist,daß alle diese Gruppen, in Folge der gegenseitigen An-ziehung der in ihnen enthaltenen Sterne, sich der Ku-gelgestalt immer mehr nähern, und daß sie auS den sieumgebenden Theilen dcS Himmels sich zusammcnhäufen,nach Gcsezcn, für die wir freilich keinen andern Beweishaben, als die Wahrnehmung einer gewissen Gradation,nach welcher die eine Art von Sternhaufen in die andere