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Die Lehren der Astronomie
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Astronomie.

Cap. XI

s,'täten der störenden Kräfte, im Vergleich zu denen derHauptkräftc, und die daraus folgende Kleinheit ihrermomentanen Wirkungen, sezt uns in den Stand,eine jede von diesen Wirkungen abgesondert für sich inBetrachtung zu ziehen, gleichsam als wenn die übrigennicht vorhanden wären, wobei wir nicht zu befürchtenhaben, in unseren Folgerungen einen größern Fehler zubegehen, als diejenigen sind, die ohnehin bei einer erstenAnnäherung nothwendig noch stattfinden. Es ist einGrundsaz in der Mechanik, der unmittelbar aus den ur-sprünglichen Verhältnissen zwischen den Kräften und denWirkungen, welche sie hervorbringen, fließt, daß, wenneine Anzahl von sehr geringfügigen Kräften zu gleicherZeit aus ein Körpersystem einwirkt, die vereinigte Wir-kung derselben gleich ist der Summe oder dem 'Aggregateihrer einzelneu Wirkungen, in so fern nämlich durch ihreEinwirkung das anfängliche Verhältniß unter den ver-schiedenen Bestandtheilen des Systems nicht wesentlichverändert worden ist. Solche Wirkungen, welche sich dengrößeren, durch die Hauptkräfte verursachten Bewegun-gen hiuzugesellen, kann man füglich vergleichen mit den,durch tausend abwechselnde Lüftchen herbeigeführten Kräu-selungen des WasserS bei dem allgemeinen und regelmä-ßigen Wogen eines tiefen, sich fortwälzenden MeercS,welche über die Oberfläche desselben hinlaufen, als ob sieeine Ebene wäre, und dieselbe nach allen Richtungendurchkreuzen, jede Kräuselung für sich, als ob die anderenicht da wäre. Nur wenn die Wirkungen solcher klei-nen Kräfte im Laufe der Zeit sich anhäufen, so daß sie dieanfänglichen Relationen oder Data des »Systems ändern,wird es nothwendig, die ihrer momentanen Wirksamkeitentsprechenden Veränderungen besonders zu berücksichtigen,weil diese den Gang und das'Maaß der nachfolgendenVeränderungen afficiren, wodurch Perioden oder Kreis-läufe von außerordentlicher Länge hervorgebracht werden.Aus dieser Betrachtung entspringen einige der merkwür-digsten Theorieen der physischen Astronomie.

49S) Es wird hierdurch einleuchtend, T> wir bei derBestimmung des störenden Einflusses verschiedener Kör-per, die zusammen ein System bilden, in welchem der