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Die Lehren der Astronomie
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368
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S68

Astronomie.

Cax. XI

zu diesem Unternehmen durch ein ausgedehntes Vorstu-dium vorbereiten und sich dem Ziele durch schritte nä-hern, mir deren umständlicher Aufzahlung wir uns hiernicht befassen können. Es wird indessen in diesem Kapi-tel unser Bestreben seyn, dem Leser eine gewisse allge-meine Einsicht in die Art und Weise der Wirkung derKräfte zu verschaffen, und zu zeigen, unter welchen" Um-ständen ihnen in einigen Fällen ein hoher Grad von Wirk-samkeit eine Art von Einkauf beim Gleichgewichtedes Systems zu Theil wird, wahrend in andern Fäl-len, bei nicht geringerer Intensität derselben, ihr wirkli-ches Streben, große und andauernde Veränderungen her-vorzubringen, durch Ausgleichung vereitelt wird, oderfehlschlägt. Nicht minder wollen wir das Wesen jeneroewunderungswürdigen Resultate in Betreff der Stabili-tät unseres Sonnensystemcs erläutern, auf welche die Ge-ometcr durch ihre scharfsinnigen Untersuchungen geführtworden sind, und die, unter der Form mathematischerLehrsaze von großer Schönheit, Einfachheit und Eleganz,die Geschichte des vergangenen und zukünftigen Zustandesder Planetenbahnen, von welcher wir, den Gegenstandnach diesem Gesichtspunkte auffassend, weder den Anfangnoch das Ende erkennen, auf Jahrtausende in sich ent-halten.

492) Wären im Weltraume keine anderen Körper,als die Sonne und ein Planet vorhanden, so würde lcz-terer eine genaue Ellipse um die erstere soder beide einesolche um ihren gemeinschaftlichen Schwerpunkt) beschrei-ben, und für alle Zeiten fortfahren, sich in einer und dernämlichen Bahn zu bewegen; aber in dem Augenblicke,wo wir dieser Combination noch einen dritten Körperhinzufügen, wird die Attraetion dieses leztern die beidenersten Körper von ihren gegenseitigen Bahnen ablenken,und dadurch, daß derselbe nicht gleichmäßig auf sie ein-wirkt, ihr wechselseitiges Bewegungsverhaltniß stören; eswird mithin die strenge und mathematische Genauigkeitihrer elliptischen Bewegungen, entweder des einen umden andern, oder beider um einen festen Punkt im Welt-raume, aufhören, fortzubestehen. Indem wir den Gegen-stand auf diese Art betrachten, sehen wir, daß der neu