Geschwindigkeit dcö Lichtes.
beiden andern zwischen der Sänne und dein Planetenliegen und ihren Schatten auf dessen Scheibe werfen,und umgekehrt. Nur ein einziger Fall (so viel uns be-kannt ist) wird erwähnt, in welchem Jupiter v h n eTrabanten gesehen worden ist, und zwar von M o In-nen r am 2ten Newcmber alten Stylcs ilitii.*)
Die Entdeckung der Jupiters Trabanten durchGaliläus, eine der ersten Fruchte der Erfindung desFernrohres, bildet eine der merkwürdigsten Epochen inder Geschichte der Astronomie. Die erste astronomischeLösung des großen Problemes der geographischenLangen, des wichtigsten für die Interessen des Men-schen, welches jemals unter die Herrschaft strenger, wis-senschaftlicher Grundsätze gebracht worden ist, schreibt sichunmittelbar von ihrer Entdeckung her. Die endliche undunwiderrufliche Annahme des Cvpcrnicanischcn Systemesder Astronomie kann ebenfalls der Entdeckung und demStudium dieses auserlesenen kleinen Planetensystcmesmit zugeschrieben wenden, in welchem die Geseze derPla-netcnbewegung, wie sie Kcpler bestimmt hatte, und be-sonders dasjenige, welches die Umlaufszeiten mit denEntfernungen im Zusammenhang bringt, bald erkanntunc> auf die befriedigendste Weise bestätigt wurden. End-lich (gleichsam um auf diesen Punkt historisches Interessezu häufen) verdanken wir der Beobachtung der Verfin-sterungen der Jupitcrs-Trabantcn die große Entdeckungder Abirrung des Lichtes, und die daraus folgende Be-stimmung der enormen Geschwindigkeit dieses wunderba-ren Elementes. Dieses wollen wir jezt ausführlich er-läutern.
ltttti) Da die Erdbahn mit derjenigen des Jupiterconcentrisch ist, und innerhalb der leztern liegt (siehe b'ch-.<i0) so verändert sich die gegenseitige Entfernung beiderPlaneten beständig, und zwar von der Summe derHalbmesser der beiden Bahnen bis zur D i f fe r c n z der-selben , und der Unterschied der größten und kleinstenEntfernung ist gleich dem Durchmesser der Erdbahn.Nun hat Rom er (ein dänischer Astronom) im Jahr 1675
*) ^lo^'NEuX) OjkliuL. 271.