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Die Lehren der Astronomie
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Astronomie.

Cap. VII.

nicht in gleichem Maaße auch auf die Erde aus-geüdt wird.

385) Läßt mau zwei Steine neben einander, oderin irgend einer andern gegenseitigen Lage, zugleich fal-len, fo werden sie, wenn die Schwerkraft deide gleich-mäßig beschleunigt, ihre relativen Lagen behalten undzusammen medertallen, als ob sie nur eine Masse bil-deten. Sobald aber die Schwerkraft auf den einen stär-ker wirkt, als auf den andern, so wird der eine inseinem Falle mehr beschleunigt werden, und er muß denandern allmählig verlassen; es entsteht folglich aus die-ser Differenz der Wirkung, wie gering dieselbe auch seynmöge, eine relative Bewegung zwischen den beidenSteinen.

386) Die Sonne ist etwa 4<!l)mal weiter von unsentfernt, als der Mond; folglich ist, während der Mondseine monatliche Bahn um die Erde beschreibt, seineEntfernung von der Sonne abwechselnd um größerund um eben so viel kleiner, als diejenige der Erde.So klein diese Veränderung auch ist, so genügt sie doch,um bei dem Monde eine merklich größere Attractivtcn-denz gegen die Sonne, als bei der Erde, zu erzeugen,wenn sich derselbe zunächst bei der Ewnne in sti (Fig 5l>.)befindet, und eine entsprechend kleinere, wenn er in dementgegengesetzten Punkte ?> steht; und in den zwischen-liegenden Stellungen wird nicht allein eine Differenz derK räfte selbst, sondern auch eine Differenz ihrerRich-tungen statt finden, weil die Mondsbahn stire, wieklein sie auch ist, doch keinen Punkt ausmacht, undalso anch die Linien, welche von der Sonne 8 an ihreverschiedenen Theile gezogen werden, streng genommen,nicht als Parallellinien betrachtet werden können. Wenndie Kraft der Sonne gleichmäßig und in parallele» Rich-tungen auf Erde und Mond ausgeübt würde, so konnte,wie wir bereits gesehen haben, keine Störung ihrer re-lativen Stellungen statt finden; da aber diese Bedin-gungen nicht erfüllt werden, so entsteht daraus einest ore u d e K rast schräg gegen die Linie, die den Mondund die Erde verbindet, welche bewirkt, daß, bei eini-gen Stellungen dcö Mondes, die Bewegung desselben