Störung der Mondsbahn ini Allgemeinen. L7>.t
an der Stelle ihres gemeinschaftlichen Schwerpunktes aneine lange Schnnr befestiget und sodann in Umschwungverseht wird. Das verbundene System beider Kugelnwird, wie ein einziger Körper, den gemeinschaftlichenMittelpunkt, an welchem die «Schnur befestigt ist, um-laufen, während die Kugeln auch in untergeordnetenKreisen sich um einander drehen werden, als ob derStock von allen Banden frei wäre und blos durch dieLuft geschleudert wurde. Gravitirte die Erde allein undnicht auch der Blond, gegen die Sonne, so würde siefortgezogen werden und den Mond zurücklassen; und soauch umgekehrt. Da aber die Sonne auf beide wirkt,so bleiben sie unter ibrer Anziehung bei einander, ge-rade so, wie die lockern Theile der Erdoberfläche bestän-dig auf der Erde bleiben. Streng genominen beschreibtalso weder die Erde, noch der Blond, eine Ellipse umdie Sonne, sondern ihr gemeinschaftlicher Schwerpunkt,und daraus entsteht denn in der scheinbaren Bewegungder Sonne, wie sie von der Erde aus gesehen wird, einekleine, aber sehr merkliche monatliche Glei ck u n g,welche man bei der Berechnung des Lrteö der Sonnejederzeit berücksichtigt.
384) lind hierin, d. h. in der Anziehung der Sonne,haben wir den Schlüssel zu allen jenen Abweichungenvon einer genauen elliptischen Bewegung des Blondesbei seinein monatlichen Umlaufe, deren wir bereits Er-wähnung gethan haben (Art. 344 und 860.), nämlichz» dem retrograden Umlaufe seiner Knoten, zu denn di-rekten Fortschreiten der Are seiner Ellipse, und zu allenandern Abweichungen von den Gesehen einer rein ellip-tischen Bewegung, auf welche wir ebenfalls hingedeutethaben. Wenn der Blond blos unter dem Einflüsse derSchwerkraft der Erde um dieselbe liefe, so würde keinedieser Erscheinungen statt finden. Seine Bahn würdeeine vollkommene Ellipse seyn, die in sich selbst zurück-liefe und immer in einer und derselbe» Ebene läge. Daßdieses sich nickt so verhält, ist ein Beweis, daß einestörende Ursache zugleich mit der Anziehung der Erdeeinwirkt; und diese Ursache ist keine andere, als die Anzie-hung der Sonne, oder vielmehr derjenige Theil derselben, der
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