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Die Lehren der Astronomie
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Astronomie.

Cap. VI.

man bei nur geringer Kenntniß der Arithmetik denfraglichen Bogen; so wie auch die Zeit derechnen, inwelcher er vom Monde deschrieden wird; und da dieseder Ueberschuß des synodischen über den siderischen Um-lanf ist, so dekommt man für ersteren 29 Tage 12 Stun-den 44 Minuten 2,87 'Sekunden.

354) Wenn der Mond in ^ (Fig. 48.) steht (oderwenn es Neumond ist), und die löage der Knoten derMoudsl'ahu es gestattet, so fangt er einen Theil odersämmtliche Souuenstraylen aus und verursacht dadurcheine Sonuenfinsterniß. Steht er dagegen i» U, (oder istes Vollmond,) so wird die Erde 0 die Strudle» derSonne auffangen und einen Schatten auf den Mondwerfen, wodurch eine M o n d S fi n ste r n i ß entsteht,lind dieses stimmt mit der Erfahrung vollkommen »her-ein, indem letztere Finsternisse zu keiner andern Zeit,als der des Vollmondes, eintreten. Aber noch weitmerkwürdiger ist es, indem es die sphärische Gestalt derErde bestätigt, daß nämlich dieser Schatten, den mauganz deutlich auf der Moudssedeibe vorrücken und siegewisscrmaß n ganz verschlingen steht, immer einen kr is-runden Umriß hat, obscdon man denselben wegender beträchtlicheren Größe des Kreises jedesmal nurtheilweise erblicken kann. Ein Körper aber, welcherimmer einen kreisrunden Schatte» wirft, muß selbsteine sphärischc Gestalt haben.

355) Sonnenfinsternisse lassen sich am leichtestenbegreifen, indem man die Sonne und den Mond alszwei von der Erde aus gesehene, unabhängige Weltkör-xer betrachtet, von denen sich jeder nach bekannten Ge-setzen bewegt; aber es ist auch lehrreich, Finsternisse imAllgemeinen so zu betrachten, als entständen sie aus

bezeichnen, so hat man V: v t h xix, oder V v.vt:x, woraus sich x finden läßt; alsdann ist der

V

Zeit, in welcher x oder die Differenz des synodischc» »ndsiderischen Umlaufes beschriebe» wird. Wir werden Gele-genheit haben, dieses wieder zu benutzen.