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Die Lehren der Astronomie
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Astronomie.

Cap. V.

trag dieser Redaction heißt Parallaxe. Wird also dieSonne vom Mittelpunkte der Erde in der Richtunges, und von auf der Oberfläche derselben in der Rich-tung ^8 geselchn, so ist der Winkel ^8L, welcher vondiesen beiden Richtungen eingeschlossen wird, die Pa-rallaxe für und ebenso K8L die Parallaxe für iz.

Parallaxe, in dieser Bedeutung, kann durch dasBeiwort tagliche, oder geocentrische, unterschie-den werden von der jahrlichen, oder heliocentr i-schen, wovon weiter unten ein MehrereS.

300) Die Rcduction wegen der Parallaxe erhaltman also in irgend einem gegebenen Falle aus der Be-trachtung des Dreiecks ^03, welches durch den Beob-achter, den Mittelpunkt der Erde und den beobachtetenHimmelskörper gebildet wird; und da die Seite

in ihrer Verlängerung durch das Zcnith des Beobach-ters geht, so ergiebt sich, daß die Wirkung derParallaxe, in dieser ihrer technischen Bedeutung,immer darin» besteht, den beobachtetenHimmelskörper in einem Ve r ti k alk rei s e zudeprimiren. Um den Betrag dieser Depression zufinden, giebt uns die ebene Trigonometrie folgende Pro-portion an die Hand:

C8 verhalt sich zu wie sich verhält der Sinusvon e^8 oder der SinuS von 2^8 zum Sinus vonä8e.

301) Die Parallaxe für Himmelskörper, welchevon der Erde gleich weit entfernt sind, ist demnach denSinus ihrer Zenilhabstande proportional. Sie ist folg-lich am größten, wenn der beobachtete Himmelskörperim Horizonte steht. Sie heißt alsdann dieHorizon-tal p a r a ll a re; und wenn diese bekannt ist, so kannman, da kleine Bögen ihren Sinus proportional sind,die Parallaxe für irgend eine gegebene Hohe leicht nachfolgender Regel finden:

Parallaxe Horizontalparallaxe multiplicirt mitdem Sinus des Zenithabsiandes.

Die Horizontalparallaxe ergiebt sich aus folgenderProportion:

Die Entfernung des Sternes verhalt sich zum Halb-