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Astronomie.
Cap. IV.
bei solchen kleinen Winkeln ist es ganz einerlei, ob manden Sinus oder die Tangente setzt). Aber nach denGrundsätzen der Trigonometrie verhalt sich anch ko zuI>.wie der SinnS von it^L zum Sinns von^e i; odervon tit! ?, welch letzterer Winkel die scheinbare Verrü-cknng des Sehstrahles in Folge derAbcrration ausdrückt.Es crgiebt sich auf diese Weise, daß der Sinns der Aber-ration oder (da der Winkel äußerst kleinist) die Aberrationselbst, dem Sinns des Winkels proportional ist, wel-chen die Bewegung der Erde im Raume mit dem Sch-strahle bildet, und sie ist deshalb in ihrem Marimum,wenn die Gestchtölinie auf der Richtung der Erdbewe-gung perpendicnlär ist.
280) Der uranographische Effect der Aberrationbesteht also darin, das Aussehen des Himmels zu ver-zerren, indem alle Sterne sich dircct gegen denjenigenPunkt am Himmel gewissermaßen zusammenschaarcn,welcher der verschwindende Punkt aller Linien ist, diemit derjenigen parallel laufen, ans welcher sich dieErde im Augenblicke bewegt. Da sich die Erde in derEbene der Ekliptik um die Sonne bewegt, so muß die-ser Punkt in dieser Ebene um 90" vor der Länge derErde, oder um L0" hinter der Läng? der Sonne lie-gen, und er verändert sich sonach beständig, indem erin einem Jahre den Umfang der Ekliptik beschreibt.Es ist leicht zu beweisen, daß die Wirkung der Aber-ration auf jeden besondern Stern darin besteht, ihnscheinbar eine kleine Ellipse am Himmel beschreibenzu lassen, deren Mittelpunkt derjenige Punkt ist, inwelchem der Stern gesehen werden würde, wenn dieErde sich in Ruhe befände.
281) Die Aberration ändert demnach die schein-baren geraden Aufsteigungen und Abweichungen allerSterne, und zwar um Quantitäten, die sich leicht be-rechnen lassen. Die Formeln, welche für diesen Zweckam bequemsten sind, und die, indem sie zu gleicherZeit die Eorrectionen für Präccssion und Nutation sy-stematisch in sich fassen, den Beobachter in den Standsetzen, mir der größten Leichtigkeit seine Beobachtun-gen der gerade» Aufsteigungen und Abweichungen von