Torrcction wegen der Aberration. Lyl
geschoben würde, der Convergenzpunkt der Strahlen(welcher unverändert bleibt) alsdann nicht mehr demDurchsehnittspnnkte des Fadenkreuzes, oder dein Cen-tralpnnkte unseres Gesichtskreises, entsprechen. DaSObject erscheint dann verschoben, und der Betragdieser Verschiebung ist die Aberration oder Abir-rn ng d e s Lichtes.
278) Die Erde lauft, mit einer Geschwindigkeitvon etwa 19 englischen Meilen in jeder Sekunde, ineiner elliptischen Bahn um die Sonne, und ändert des-halb die Richtung ihrer Bewegung in jedem Augen-blicke. Das Licht pflanzt sich mir einer Geschwindig-keit von 192,999 englischen Meilen in jeder Sekundefort, welche Geschwindigkeit zwar weit großer, als die-jenige der Erde, jedoch nicht unendlich großer ist:es bedarf einer gewissen Zeit, »m durch irgend einenRaum zu dringen, und in dieser Zeit durchläuft die Erde ei-nen Raum, welcher sieh zu jenem verhält, wie 19 zu I92V99oder wie die Tangente von 29", 5 zum Radius. An-genommen nun , ^8.scy ein Lichtstrahl von einemSterne in ä und ?<) sey das Rohr eines Teleskopes,welches so vorwärts geneigt ist, daß der Focus, densein ObjectivglaS bildet, auf den Durchschnittspnnktdes Fadenkreuzes fällt, so ergiebt sich aus dem Gesag-ten, daß die Neigung der Rohre so beschaffen seynmuß, daß sich ?8 zu 8<) verhält, wie die Geschwin-digkeit des Lichtes zur Geschwindigkeit der Erde, oderwie 1 zur Tangente von 29", 5 ; und deshalb mußder Winkel 8 ? oder ?89, um welchen die Are desFernrohrs von der wahren Richtung des Sternes ab-weichen muß, 29", 5 betragen.
279) Ein ähnliches Raisonnemcnt laßt sich auchanstellen, wenn die Richtung der Erdbewegung nichtsenkrecht ans dem Sehsirabl ist. Wenn 89 (Fig. 49.)die wahre Richtung des Sehstrahlcs, und ^<7 die Lageist, in welcher das Fernrohr nach der scheinbaren Rich-tung gehalten werden muß, so haben wir noch immerdas Verhältniß: 9(7 verhält sich zu 9^, wie die Ge-schwindigkeit des Lichtes zur Geschwindigkeit der Erdeoder wie der Radius zum Sinus von 29", 5 (denn