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Die Lehren der Astronomie
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Vorrücken der Nachtgleichen.

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dieser merkwürdigen astronomischen Erscheinung zu ma-che», müsse» wir für einige Zeit die Ekliptik ganz außerNebt lassen, indem sie sonst in unseren VorstellungenVerwirrung erzeugen konnte, und zwar aus dem Grunde,weil die Stabilität der Ekliptik selbst (wie bereits imArt. L57. angedeutet worden) nur approrimatio ist. undfolglich ihr Durchschnitt mit dem Aeguinoctialkrcise biszu einem gewissen Betrage einer Veränderung unterwor-fen ist, die von ihrer eigenen Beweglichkeit herrührt,und sich mit derjenigen vermischt, welche der urano-graphischcn Hanptursachc der Erscheinung zuzuschreibenist. Diese Ursache wird sogleich einleuchte», wenn wir,statt den Nachtglcichenpurkt inS Auge zu fassen, unsereAufmerksamkeit auf den Pol des Aeguinoctialkreisesoder auf den verschwindenden Pnnkt der Parallelen derErdare richten.

L64) Der Ort dieses Punktes am Himmel laßt sichZu jeder Zeit durch die directeste aller astronomischenBeobachtungen, nämlich durch diejenige uiit dem Mauer-krcisc, bestimmen. Mit diesem Instrumente sind wirim Stande, jeden Angenbliek den genauen Abstanddcö Polarpnnktes vo» je zweien oder mehrere» Sternenzu messen, und können ihn deshalb, indem wir ihn mitdiesen Sternen durch Dreiecke verbinden, mit gehörigerScharfe auf eine Cternckarte oder auf eine Himmels-kngel eintragen, und zwar, ohne uns im Geringsten um dieLage der Ekliptik, oder irgend eines andern nicht natürlichmit ihm in Verbindung stehenden Kreises zu bekümmern.Wenn dieses nun mit gehörigem Fleiße und mit allerGenauigkeit geschehen ist, so ergicbt sich, daß der Ortdes PoleS, wenn er auch für kurze Zeitraume, z. V.für einige Tage, als nicht merklich veränderlich betrach-tet werden kann, doch in der Wirklichkeit sich in einem .Zustande bestandiger, obschon äußerst langsamer Be-wegung befindet; und was noch weit merkwürdigerist, diese Bewegung ist nicht gleichförmig, sondern zu-sammengesetzt aus einer gleichförmigen, oder beinahegleichförmigen Hauptbewcgung, und aus andern klei-neren und untergeordneten periodischen Schwankungen.Die erstere veranlaßt die Erscheinung des Vorrückcns