Astronomie.
Cap. III.
Verglcichnng der Sternzeiten anzustellen, und so seineLänge von ^ zu erfuhren. Und selbst, wenn jener Beob-achter eine Pendeluhr anwendet, sie aber alsdann miteinem guten Chronometer vergleiche, und mm daö letz-tere Instrument transportirt, um es mit der andernPendeluhr zu vergleichen, so läßt sich derselbe Zweckerreichen, sobald man sich nur auf den Gang desChronometers verlassen kann.
L!<>) Waren die Chronometer vollkommen, so konnteman nichts Vollständigeres und Bequemeres, als dieseArt, die Langcnunterschiede auszumitteln, wünschen.Cin Beobachter, versehen mit einem solchen Instru-mente und außerdem mit einem tragbaren Mirtags-fernrohre, oder sonst einem eben so guten Mittel,die ortliche Zeit an jedem gegebenen Standpunkte zubestimmen, konnte, wenn er von Ort zu Ort wanderte,und an jedem Orte die Culminativne» der Sterne beob-achtete (wobei er dafür zu sorgen hat), seinen Chrono-meter nicht zu ander» , oder ihn ablaufen zn lassen),die Längendiffercnzcn dieser Orte mit jeder erforderli-chen Schärfe bestimmen. Wird in einem solchen Fallederselbe Chronometer an einem jeden Orte gebraucht,und zeigt er an dem einen Orte ^ die richtige Stern-zeir, so wird er an einem andern Orte i! die Slern-zeit, gerade um so viel fehlerhaft zeigen, als die Dif-ferenz der Langen von ^ und i; beträgt: mit andernWorten, der Längennnrerschied von u und ^ wird sichals Fehler deS Chronometers in der örtlichen Zeit vonII zeigen. Reiset derBeobachter nach Westen, so wirdsein Chronometer beständig vorzncilen scheinen, obfchoner in der That ganz richtig geht. Verläßt er z. V. 4,wenn der Nachtgleiclienpunkt im Meridiane steht, odersein Chronometer I) St. II M. II S. zeigt, und ist er»n L4 Stunden Stcrnzeit 15 Grade westlich nach II ge-langt, so wirb sein Chronometer, im Augenblicke seinerAnkunft daselbst, wiederum v Stunden n. s. w. zeigen,aber dcr Nachtgleichenpunkt wird nicht in seinem neuenMeridiane, sondern in demjenigen von 4, stehen, under muß noch ei,.- ganze Stunde warten, bis derselbein den Meridian von li tritt. Sobald dieses geschieht,wird die Uhr des Beobachters nicht mehr auf II Stun-