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Astronomie.
Cap. III.
Winde von beiden Seiten dem Aeguator nähern, auchihre östliche Strömung abnehmen müsse.*) Die Län-gen der Breitenkreise nehmen in der unmittelbarenNähe des Aequators nur noch sehr langsam zu, undverändern sich auf mehrere Grade zu beiden Seitendesselben kaum im Geringsten. Dadurch gewinnt dieFrierion der Oberfläche mehr Zeit, auf die Beschleuni-gung der Geschwindigkeit der Luft hinzuwirken, sie ineine» Zustand relativer Ruhe zu versetzen, unddadurch den relativen Lauf der Strömungen von Ostennach Westen zu vermindern, der an sich schon schwachist, und zuletzt durch die ursprüngliche Vcranlassungs-ursache nicht im Geringsten mehr verstärkt wird. Ha-ben daher die Passatwinde den Aeguaror erreicht, soläßt sich erwarten, daß sie ihren ostlichen Charaktergänzlich verlieren; aber nicht allein dieses, sondern dienördlichen und südlichen Strömungen begegnen sich hier,leisten einander Widerstand, und werden sich gegensei-tig aufheben, wobei etwa nur ein solches Uebcrgcwichtder einen über die andern zurückbleibt, das von einerDifferenz ortlicher Ursachen herrühren mag, welche inden beiden Hemisphären in Thätigkeit seyn und in man-chen Gegenden um den Aeguator auf der einen, in man-chen aus der andern Seite liegen können.
1W> Die Folge hiervon wird also seyn, daß zweigroße tropische Zonen entstehen; in der nördlichen mußein bestandiger Nordostwind, und in der südlichen einbestandiger Südostwind herrschen, während die Windei» der, zwischen jenen beiden liegenden, Aeguarorzonerichaltnißmäßig ruhig, und frei von einem beständigo.wherrschenden ostlichen Charakter seyn würden. Alledvsc Schlußfolgerungen stimmen mit den beobachtetenThatsachen übcrein, und die oben beschriebene Art und
P Siehe ffahitain Ilall's, Uimgmonls ok VoyaAes aml IVa-veis, SemiinI seines, V»i. l. tyo,'wo dieses sehr
deutlich und, soviel mir bekannt, zuin erstenmale ausein-ander gesetzt worden ist.
Der Verfasser.