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Astronomie.
Cap. III.
der Ansatz eines Pfundes in der einen oder in der an-dern Waagschale am Pol unvermeidlich ein Sinken desW a a g b a l k e n s h e r b c i fü h r e n.
188) Der Sin» des Satzes kann auf diese Weiseerklärt morden: Man denke sich ein Gemichr x (Fig.L8.) unter dem Aeguator an einer gcwichtlosen Schnuraufgehangen, welche über eine Rolle ^ und noch überandere Rollen (angenommen, daß dieses möglich wäre),wie z. B. bei L, um die Converität der Erde herumgeschlagen ist, bis das andere Ende der Schnur amPole hcrabhänqt und dort ein Gewicht > trägt. Wä,reu nun die Gewichte x und v von solcher Beschaffen-heit, daß sie an irgend einem Standpunkte, unter demAeguator oder am Pole, auf einer Waage, oder übereine einzelne Rolle gehangen, einander genau balancie-ren, so würden sie in dieser angenommenen Lage ein-ander nicht balancire», sonder» das Gewicht > am Polwürde präpoudcriren, und um das Gleichgewicht her-zustellen, würdeman das Gemichtx um ^ , seiner Quan«ttät vermehren müffen.
189) Die Mittel, durch welche hie Eristenz dieserVerschiedenheit der Schwere dargethau und ihr Betraggemessen werden kann, sind zweifach (wie alle Schätzun-gen mechanischer Kraft), nämlich statisch und dynamisch.Das erstere Mittel besteht darin, die Schwere einesGewichtes zu äguilibrireu, nicht mir derjenigen einesandern Gewichtes, sondern mit einer Naturkraft ver-schiedener Art, welche von der ortlichen Lage nicht af-sicirt werden kann. Eine solche Kraft ist die Elasticitäteiner Feder. Es sey (Fig. L9) ein starker messin-gener Ständer auf einem Fuße welcher mit er-sterem ein festes Ganzes bildet; im Fuße ist eine glatteAchatplatte v versenkt, die mittelst einer Libelle voll-kommen horizontal gestellt werden kann. Bei L werdeeine Spiralfeder o befestigt, die an ihrem unternEnde ein Gewicht 1^ trägt, welches unten polirt undconver ist. Die Länge und Stärke der Feder muß soabgemessen seyn, daß das Gewicht p eben noch vonihr getragen wird, ohne die Achatplatte in der höchsten