Statische Messung der Schwere
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Dieses hat sich mm durch die Erfahrung vollkommenbestätigt. Mau bat wirklich ciue Differenz iu derSchwere, oder iu dem Streben nach unten, einesund desselben Körpers bemerkt, wenn mau Um nachund »ach a» Orte unter verschiedene» Breiten brachte.Mit der größten Sorgfalt und an jedem zugänglichenTheile der Erde angestellte Versuche haben die That-sache einer regelmäßigen und progressiven Zunahme derSchwere der Körper, der Zunahme der Breite enlgpre-chcnd, vollkommen dargethan, und nicht nur den Be-trag derselben, sondern auch daS Gesetz der Progressionfestgestellt. Ans diesen Versuchen geht hervor, daß deräußerste Betrag dieser Verschiedenheit der Schwere oderder Differenz des Gewichtes einer und derselben Snb-
stanzmasse unter dem Aegnator und an den Polen, ^
seines ganzen Gewichtes ausmacht, und daß die Großeder Annahme, wenn man von dem Aegnator nach den«Pole fortschreitet, sich verhalt, wie das Quadratdes Sinns der Breite.
187) Der Leser wird hier natürlich fragen, wiedaS gemeint sey, daß derselbe Körper an verschiede-nen Standpunkten verschiedenes Gewicht habe, undwie eine solche Thatsache, wenn sie wirklich wahr ist,ansgemittelt werde» könne. Wenn wir einen Körpermittelst einer Waage oder einer Schnellwaagc wagen,so wirken wir blos seinem Gewichte durch das gleicheGewicht eines andern Körpers unter ganz einerlei Um-ständen entgegen; und wenn sowohl der gewogene Kor-per, als auch sein Gegengewicht, an einen andernStandortversctzt werden, so wird ihre Schwere, wen» siesich überhaupt verändert hat, sich gleichmäßig veränderthaben, so daß beide fortwahrend einander im Gleichgewichterhalten. Eine Differenz der Große der Schwere kann des-halb durch diese Mittel nicht entdeckt werde»; auch behaup-ten wir nicht in diesem Sinne, daß ein Körper, wel-cher am Aegnator 194 Pfund wiegt, am Pol 195 Pfundwiege. Sind beide in einerWaagschale oder an einerSchnellwaagc am erster» Standorte balancier, so wird