1A4 Astronomie. Cap, III.
nachher ereignen würde, wenn sich die Dinge ihremnatürlichen Laufe überließen.
182) Das Meer schlagt beständig gegen das Land,führt Theilchen davon weg, und verbreitet dieselbe»als Schlamm nnd Geroll über sein Bette. GeologischeThatsachen liefern ausreichenden Beweis , daß alle vor-handenen Festlander diesem Prozesse, sogar mehr alseinmal, unterlegen haben, ganz m Stücke zerrissen,oder in Stand verwandelt, untergetaucht und vonNeuem ans den Fluthcn hervorgetreten sind. Von die-sem Gesichtspunkt ans betrachtet, verliert das Landfeine Eigenschaft der Festigkeit. Als eine Masse kannes zwar, den Kräften gegenüber, denen das Wasserfreiwillig Gehorsam leistet, zusammenhalten, aber infeinem Zustande allmahliger oder gleichzeitiger Verklei-nerung muß es, als Sand oder Schlamm in den Ge-wässern vertheilt, allen Impulsen dieser Flüssigkeit fol-gen. Im Laufe der Zeit würde also das vorragendeLand in beiden Fallen zerstört und über den Meeres-grund verbreitet werden, dessen tiefere Stellen es aus-füllt, indem eS bestandig dahin strebt, die Oberflächedes festen Kernes , der F o r m d e s G l e i ch g c w i ch-tes in beiden Fallen entsprechend, von Neuem wiederherzustellen. So würde denn, nach Verlauf einer hin-länglichen Zeit, in dem Falle einer Erde im Zustandeder Ruhe, das Festland unter dem Aegnator, welches aufdie bezeichnete Weise gewaltsam gebildet wurde, wie-derum weggespült und in die Vertiefungen an den Po-len zurück versetzt, und dadurch die spharische Gestaltendlich wieder hergestellt werden. In dem Falle einersich umdrehenden Erde würden die Vorragungen an denPolen allmählich weggenommen werden und verschwin-den, ind.m sie an den Aegnator versetzt werden (wodann das Meer am tiefsten ist), bis die Erdenach und nach die Gestalt angenommen hat, die wirjetzt an ihr bemerken, nämlich diejenige eines abge-platteten oder an den Polen zusammengedrück-ten Ellipsoids.
183) Wir sind weit davon entfernt, uns einzubilden, hiermit das Verfahren bezeichnet zu haben, durch-