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Astronomie.
Cap. III.
innerlich so beschaffen, daß sie das Wasser in den Ge-genden des Acguators anzieht, und cö daselbst zu-rückhält. Für die letztere Annahme ist auf dcu er-sten Blick keine Wahrscheinlichkeit vorhanden, auchkeine Analogie, die uns auf eine solche Idee bringenkönnte. Die erstere dagegen steht im Einklänge mitallen Erscheinungen der scheinbaren täglichen Bewegungdes Himmels; und wenn sie uns deshalb die fraglicheKraft darbietet, so können wir nicht im Geringstenanstehen^ sie als wahr anzunehmen.
18l>) Nun weiß Jedermann, daß, wenn ein Ge-wicht rasch im Kreise umgeschwungen wird, dasselbedadurch ein Streben erhält, sich vom Mittelpunkte seinerBewegung zu entfernen. Dieses nennt man die Ccntri-fngalkraft. Ein Stein, welcher in einer Schleuderrasch umgeschwungen wird, dient gewöhnlich zur Er-läuterung; eine bessere aber für unsern gegenwärtigenZweck finden wir in einem mit Wasser gefüllten Eimer,der an einem Strick hängt, und sich im Kreise her-umschwingt (Fig. 27.), während der Strick pcrpen-diknlär hängt. Die Oberfläche des Wassers wird nichthorizontal bleiben, sondern concav werden, wie in derFigur angegeben ist. Die Ccntrifugalkrafr erzeugt indem sämmtlichen Wasser ein Streben, die Umdre-hungsare zu verlassen, und sich gegen den Umfang hinzu drängen; es wird deshalb gegen den Eimer hinge-drückt, und an den Seiten desselben cmporgetrieben,bis das Uebermaß der Höhe, und die daraus folgendeZunahme des Druckes nach unten, seine Centrifugalkraftgerade balanciit, und dadurch ein Zustand dcSGleichgewichtes herbeigeführt wird. Der Versuchist sehr leicht und belehrend, dabei auch ganz vorzüg-lichgeeignet, darzuthun, wie die G csta l t desGleich-ge wicht es sich den abwechselnden Umständen accomo-dirt. Wenn wir z. B. die Umdrehung nach und nachaufhören lassen, so werden wir sebcn, daß die Conca-vität des Wassers regelmäßig abnimmt, so wie dieUmdrehung langsamer wird; die erhabene äußere Por-tion wird herabtreten, und die deprimirte mittlere stei-gen, wobei das Wasser beständig eine ganz glatte