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Die Lehren der Astronomie
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Gradlänge unter verschiedenen Breiten.

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Schon aus einen? Ucberblick der zweiten und vier-ten Colnmne dieser Tabelle ergicbt sich, daß die ge-messene Lange c i n es Gr a d c s m i t d e r B rc i tezunimmt, indem sie in der Nahe der Pole am größ-ten und in der Nähe dcS Aequators am kleinsten ist.Nunmehr wollen wir sehen, welche Auslegung sich vondieser Folgerung für die Gestalt der Erde mache» läßt.

173) Angenommen, wir hätten in unseren Handenein sauber aus Holz gedrehtes Modell der Erde, sowürde es, wie bereits bemerkt worden, der Kugelge-stalt so nahe kommen, daß wir weder mit dein Auge,noch durch daS Gefühl, ohne Hülfe von Instrumenten,im Stande wäre», eine Abweichung von der Kugelge-stalt zu entdecken. Ferner angcnomme!'., es sei) unsversagt, in verschiedenen Richtungen die Peripherie desModelles direct mit einem Instrumente zu messe», wo-durch wir sogleich erfahren konnten, ob ein Durchmesserlanger als der andere sey, so entsteht die Frage, wielaßt sich denn nun ans andre Weise ausmitteln, ob dasModell eine wahre Kugel sey, oder nicht? Es liegtauf der Hand, daß uns nichts weiter übrig bleibt, alsdaß wir uns bemühen, durch ei» schärferes Mittel, alsder bloße Anblick oder das Gefühl darbieten, zu erfor-schen , ob die Eonverität der Oberfläche an allen Stel-le» sich gleich sey, und wenn dieses nicht der Fall ist,wo sie am größten und wo sie am kleinsten sey. An-genommen nun, wir schnitten eine dünne Metallplattean ihrer Kante dergestalt concav ans, daß sie bei ^(Fig. LZ.) genau an die Oberfläche paßt. Alsdannwerde diese Mctallplattc von ^ entfernt, und successivan mehrere andere Theile der Oberfläche gelegt, wobeiman Sorge trage, daß ihre Flache immer in einemgrößten Kreise der Kugel sich fortbewege, wie hierdargestellt ist. Treffen wir nun auf eine Stelle k, anwelcher das Licht zwischen der Kugel und der PlatteDurchgang findet, oder ans eine anderes, wo die Platte,wenn wir sie andrücken, sich auf die eine oder die an-dere Seite bewegt, oder wo sie dem Lichte unter ihrenRändern Durchgang gewahrt, so sind wir sicher, daßdie Krümmung der Oberflache bei L geringer undbei e großer ist, als bei