Cap, II.
Maucrkrcis.
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helle Linie erscheinen würde, welche beständig denselbenPunkt durchschneidet, bis der Stern wieder zurück-kommt. Von einer solchen Linie konnre nun das Fern-rohr ohne Fehler beliebig nach einer andern fortbewegtwerden, und man wäre mithin im Stande, denWinkelabstand der beiden Tagckreisc, und zwar den-jenigen zu messen, der in der Um drch » ng se b e n edes Fernrohres liegt. Obschon wir nun nichtdie Bahn eines Sternes am Himmel zu sehe» ver-mbgen, so können wir doch abwarten, bis der Sternselbst durch's Gesichtsfeld geht, und den Moment sei-nes Durchganges ergreifen, um das Fadenkreuz desGesichtsfeldes durch Bewegung des Fernrohrs so zustellen, daß der Stern seinen Weg gerade durch denDurchschnittspnnkr des Kreuzes nehme» muß; wodurchwir, nachdem das Fernrohr gut befestigt ist, die Lageseines Tagckreiscs eben so gut erhalten, als wenn wirfortführen, ihn noch so lange zu sehen. DaS Able-sen des Limbus kann alsdann mit Gemächlichkeit be-werkstelligt werden; und wenn ein anderer Stern indie Ebene des Kreises tritt, so können wir dasFernrohr losen, und eine ähnliche Beobachtung wirduns in den Stand setzen, den Ort seines Tagckrei-ses am Krcislimbus zu bestimmen. Diese Beobachtun-gen können jeden Tag abwechselnd wiederholt werden,wann die Sterne durch die Krcisebcnc gehen, bis wirmit den Resultaten, hinsichtlich ihrer Genauigkeit, zu-frieden sind.
134) Dieses ist das Princip des Mauerkreises, dernichts anderes ist, als ein solcher KrciS, wie wir ihnim Art. 129 beschrieben haben, und in der Ebene desMeridianes an einer langen und starken Horizontalaresicher getragen wird. Diese Are ist in einen massivenPfeiler, oder in eine Mauer (wovon das Instrumentden Namen hat) eingelassen, und so mit Stellschrau-ben versehen, daß ihre Lage sowohl in verticalcr alshorizontaler Richtung gehörig berichtigt werden kann.Auf diese Weise kaun die Are, gleich derjenigen desMittagsfernrohres, genau in der Richtung der Ost-u»d Westpunkte des Horizontes erhalten werden, so daß