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Astronomie.
Cap. II.
Weise angewendet, nutzt uns daS Fernrohr für Win-kcliuessungen in der That eben so sehr, als das Mi-kroskop für Linearabmessungen. Indem cS die Aufmerk-samkeit auf die kleinsten Punkte der Objecte conceu-rrirt, und die schmalsteu Unterschiede zu auffallendenAwischenräumen vergrößert, setzt es uns nicht alleinin den Stand, die Gestalt und Structur der Objecte,auf welche es gerichtet ist, zu erforsche», sondern auchihre scheinbaren Orte mit fast geometrischer Scharfeauf die Theile irgend einer Skale zu beziehen, mitwelcher wir sie zu vergleichen wünschen.
lG3) Die einfachste Art, die Messung eines Win-kclabstandes zu bewerkstelligen, ist die eben beschriebene;streng genommen, ist sie aber nur auf terrestrischeWinkel anwendbar, nämlich auf solche, welche amscheinbaren Horizonte alle Objecte bilden, die unsernStandort umgeben, — weil nur diese während derZeit, wo das Fernrohr von einem Objecte nach demandern geführt wird, stationär bleiben. Aber die tag-liche Bewegung des Himmels macht, indem sie diesewesentliche Bedingung aufhebt, die directc Messungdes Winkelabstandes von c i n e m H im m c l sk d rp e rzum andern auf diese Weise unmöglich. DieserEinwand fällt indessen weg, sobald wir nur das Jn-terval zwischen den Tag c kre isen, dievouzwei Him-melskörpern beschrieben werden, zu bestimmen suchen.Angenommen, jeder Stern ließe, während seines täg-lichen Umlaufes, eine sichtbare Spur am Himmelzurü-k, — z. B. eine deutliche Lichtliuic, — so würdeein Fernrohr, welches einmal so auf einen Stern ge-richtet ist, daß das Bild desselben mit dem Durch-schnitte der Fäden zusammentrifft, beständig auf einenTheil dieser Linie gerichtet bleiben, der demnach imGesichtsfelde des Fernrohres fortwährend als eine
mit welchem das Bild eines Sternes in genaue Eoineidenzgebracht werden kann, ist es, was dem Fernrohre in derPraris den Vorzug giebt i und daran eben scheint Ntori»nicht gedacht zu haben. (Siehe Uslarnlo, wie oben.)