1W Astronomie. Cap. II.
von einander abstehen) genau mit demjenigen desmittleren Fadens übereinstimmen müßte, wenn alleBeobachtungen vollkommen waren; jenes mittlere Re-sultat aus sämmtlichen Beobachtungen wird folglichdazu beitragen, die einzelnen Fehler derselben auszu-gleichen und zu vernichten.
127) Ueber die Art und Weise, wie die Berich-tigungen vorzunehmen, und die Fehler zu berücksichti-ge» sind, welche beim Gebrauche dieses einfachen undzierlichen Instrumentes unvermeidlich bleiben, mußder Leser Werke zu Rathe ziehen, welche diesem Theileder praktischen Astronomie speciell gewidmet sind'").Wir wollen hier nur einer wichtigen Prüfung der Rich-tigkeit des Instruments erwähnen, welche darin be-steht, die Enden der Are umzukehren, oder sie vonOsten nach Westen zu legen. Ist dieses geschehen, undgiebt es noch dieselben Resultate, so daß auch dermittlere Faden den nämlichen Punkt am Mcridianzei-chcn durchschneidet: so können wir überzeugt seyn, daßdie Collimationslinie des Fernrohres genau einen rech-ten Winkel mir der Are bildet, und eine vollkommeneEbene, d. h. am Himmel einen größten Kreis,beschreibt. Bei guten Dnrchgangsbeobachtnngen istein Fehler von zwei oder drei Zehnteln einer Zeitsecundein dem Momente der Culmination eines Sternes dasAeußerste, was befürchtet werden darf, ausschließlichdes Fehlers der Pendeluhr; oder mit ander» Worteneine Pendeluhr kann durch eine einzige solche Beobach-tung mit der taglichen Bewegung der Erde ohne Ge-fahr eines größern Fehlers verglichen werden. Wennman daher die Beobachtungen vervielfältigt, so laßtsich ein noch höherer Grad von Genauigkeit erlangen.
128) Die Winkelabstande, welche mit dem Passa-geninstrnmcnte und der Pendeluhr gemessen werden,sind Bogen des Aeguinoctialkrcises, welche zwischen
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