C.ip, >1. Mittagsfernrehr.
in derjenigen Mi ttag S li n ie, die durch den Mittel-punkt des ganzen Instrumentes geht, permanent er-richtet worden ist. Ans dieser Beschreibung erhellt,daß, wenn die Centrallinie des Fernrohres (diejenige/welche die Mittelpunkte seines Objccrivglases und Oenlar-glases verbindet, und die in der Astronomie seineCollimationslinie oder A b s e h e usl i n i e heißt)einmal zur Are des Passageninstrnmcntes genau imrechten Winkel steht, sie nie die Ebene deS Meridiansverlaßt, wenn das Instrument um seine Ave gedrehtwird.
126) Im Brennpunkte des Ocnlarglases, und un-ter einem rechten Winkel mit der Lange des Fernroh-res, ist ein System von einem horizontale» und sünfgleichweit von einander abstehenden vertikalen Fadenoder Drahten (wie in Fig. 13. dargestellt ist) ange-bracht, die immer im Gesichtsfelde sichtbar sind,sobald sie gehörige Beleuchtung haben, die sie amTage durch das Licht des Himmels, des Nachts durchdas Licht einer Lampe erhalten, die mittelst einer Vor-richtung angebracht ist, welche hier nicht erklärt zuwerden braucht. Der Ort dieses Fädensystems kanndurch Stellschrauben verändert werden, die ihm eineScitenbewcgnng, d. h. eine horizontale Bewegung,mittheilen; und man kann es dadurch in eine solchbStellung bringen, daß der mittlere der Vertikalsa-den die C o l li m at i o n öl i n i e des Fernrohres schnei-det, in welcher Lage es dann permanent befestigt wird^Bei dieser Stellung ist nun offenbar der mittlere Fa-den eine sichtbare Darstellung desjenigen Theils desHimmelsmcridiancs, gegen welchen das Fernrohr ge-richtet ist; und wenn ein Stern vor diesem Faden imFernrohre vorübergeht, so culminirt er eben, odergeht durch den Himmelsmeridian. Der Augenblickdieses Ereignisses wird nach der Pendeluhr oder demChronometer angemerkt, die ein unentbehrliches ZUgc-hör desPassageninstrnmentes sind. Größerer Genauig-keit ^wegen werden die Durchgangsmomente aller fünfvertikalen Faden notirt, und daraus ein mittleres Re-sultat genommen, welches (da die Faden gleichweit