Sap, I.
Erklärungen.
kl
Tagekreises, welcher durch bezeichnet ist, über
dem Horizonte und in dein Theile l) a unter deinHorizonte sich befindet. Es wird zur Uebung des Le-sers dienen, diese Figur für mehrere verschiedene Pol-hohen , und für verschiedene Lagen des Sternes 8 injeder derselben, zu coiisirniren. Ans diesen Erklärungenergeben sich nachstehende Folgernngssahe, welche derLeser leicht auffassen wird. —
93) Die Höhe des erhabenen Poles ist gleich derBreite des geographischen Standpunktes des Beobachters.Denn vergleicht man die Figuren der Art. 33. und 94.(Fig. 19. und 11.), so ergiebt sich, daß der Winkelzwischen dein Pole und Zentth in der einen,
und istEZÜ in der andern Figur), welcher das Comple-ment oder die Ergänzung der Polhöhe zu 99" ist, gleichist dem Winkel N in der ersten Figur, indemund ^1° Parallellinien sind, deren verschwinden-der Punkt der Pol ist. Nun ist aber dasComplement der Breite des Standpunktes ^ zu 99°.
96) Dieselben Sterne kommen, bei ihrem taglichenUmlauf, successiv in den Meridian jedes Ortes ansder Erdkugel, und zwar in 24 Sternstnnden einmal.Und da der tagliche Umlauf gleichförmig ist, so wirdder Zeitraum m Sternzcit, welcher verfließt, bis der-selbe Stern von dem Meridiane eines Ortes zu demeines andern kommt, durch die Differenz der Ortslän-gen gemessen.
97) Umgekehrt ist die Zwischenzeit, welche zwischendem Durchgang zweier verschiedenen Sterne durchden Meridian eines und desselben OrteK verfließt,in Sternzeit ausgedrückt, das Maas der Differenz derNectascensionen dieser Sterne.
Darin liegt der Grund der doppelten Eintheilnngdes Aeguators und des Aeguinoctialkreiscs in Gradeund Stunden.
98) Der Aegninoctialkreis schneidet den Horizont inden Ost- und Westpnnkten, und den Meridian ineinem Punkte, dessen Höhe gleich ist der Ergänzungder Ortsbreite. So beträgt z. B. zu Greenwich dieHöhe des Dnrchschnittspnnktes des Aegninoclialkreisesund Meridianes 38° 31' 29".